Die von Alfred Gusenbauer geführten Sozialdemokraten gewannen 35,7 Prozent, während die konservative Volkspartei von Schüssel 34,2 Prozent sicherte, so die vorläufigen Ergebnisse, die vom Innenministerium bekannt gegeben wurden.
Laut den Daten des Ministeriums erhielt die rechtspopulistische Freiheitliche Partei 11,2 Prozent, die Grünen 10,5 Prozent, und die Bewegung Zukunft Österreich, ein jüngerer Partner in der Regierungskoalition, der sich von der Freiheitlichen Partei abgespalten hat, erzielte 4,2 Prozent der Stimmen.
Laut Innenministerin Liese Prokop werden die Sozialdemokraten bezüglich der Sitzverteilung im 183-köpfigen Parlament, basierend auf den vorläufigen Ergebnissen vom Sonntagabend, 68 Sitze erhalten, zwei mehr als die Volkspartei. Die Freiheitliche Partei wird 21 Mandate erhalten, die Grünen 20, während die Bewegung Zukunft 8 Sitze im Parlament sichern wird.
Die angekündigten Ergebnisse werden laut der Ministerin durch die Stimmen der Österreicher, die im Ausland gewählt haben, ergänzt, die bis Ende der Woche abgeschlossen sein werden. Der österreichische Präsident Heinz Fischer wird voraussichtlich den sozialdemokratischen Vorsitzenden Gusenbauer einladen, um Verhandlungen über die Bildung einer Regierungskoalition einzuleiten. Gusenbauer erklärte am Sonntag, dass er bereit sei, separat mit der Volkspartei von Schüssel und den Grünen zu diskutieren. (H)
