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Die Absicht der Kammer ist es, repräsentative Netzwerke in Märkten außerhalb Europas zu entwickeln

Die Kroatische Handelskammer (HGK) feiert heute 155 Jahre ihres Bestehens, in denen sie trotz jahrhundertelanger Veränderungen in dieser Region ihren Status als Vertreter der kroatischen Wirtschaft aufrechterhalten konnte und über die Jahre hinweg der Mittelpunkt des kroatischen wirtschaftlichen Denkens und Handelns war. In einer Erklärung der HGK anlässlich dieses Jubiläums wird darauf hingewiesen, dass bereits im ersten Jahr der Kammerarbeit im Jahr 1852 Vorschläge und Projekte für den Bau der Eisenbahn Zidani Most-Zagreb-Sisak entstanden, die Nordkroatien mit der Küste bei Bakra und Rijeka über Karlovac verbinden wird.

Von Anfang an hat die Kammer die berufliche Bildung gefördert, indem sie beispielsweise die Gründung der Nautischen Schule in Dubrovnik, der Landwirtschaftsschule in Križevci sowie der Handwerks- und der Höheren Handelschule in Zagreb angeregt hat. Im Jahr 1905 forderte die Kammer die Einführung der kroatischen Sprache auf den Eisenbahnen, finanzielle Unabhängigkeit für das Königreich Kroatien und Slawonien und ein Jahr später wurde ein Informationszentrum eingerichtet, um inländische Unternehmer im Ausland und Ausländer in Kroatien zu unterstützen. Sie arbeitete auch an der Einrichtung des ersten „Zoll“-Netzwerks, der Handwerksbank, und des Bildungssystems, von unteren und Lehrlingsschulen bis hin zu Sekundar- und Hochschulen, und auf Initiative des Kammer-Systems wurde 1919 die Zagreber Börse eröffnet, und mit Unterstützung der Kammer wurde die Wirtschaftshochschule gebaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, um 1960, begann die Organisation der Zweigkammern, und 1962 fand die Erneuerung der Kroatischen Handelskammer statt. Aus dieser Zeit hebt die HGK hervor, dass 1953 die erste Wirtschaftszeitschrift in dieser Region – Privredni vjesnik – gegründet wurde, die bis heute die Stimme der HGK ist. In einem unabhängigen Kroatien im Jahr 1991 wurde die Kroatische Handelskammer auf den Grundlagen der europäischen Tradition der Organisation von Handelskammern gegründet. Die Unabhängigkeit Kroatiens ermöglichte es der Kammer, ein repräsentatives Netzwerk zu eröffnen, zunächst in der Region – Sarajevo, Mostar, Banja Luka, Belgrad, Kotor und Priština – und dann in Brüssel.

Die Absicht der Kammer ist es, dieses Netzwerk in Zukunft in Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedern und mit Unterstützung des Staates sowie in Märkten außerhalb Europas weiterzuentwickeln. 1995 wurde die HGK Mitglied der Internationalen Handelskammer in Paris und 2000 Mitglied von Eurochambres, während sie 2003 das Euro-Info-Zentrum ins Leben rief, das Teil eines Netzwerks von 300 solchen Zentren in ganz Europa ist. In diesem Jahr wird die Kammer auch ihr Jubiläum mit einer feierlichen Versammlung am 19. Februar feiern, bei der zum 14. Mal der Preis „Goldene Kuna“ an die erfolgreichsten vergeben wird.   (H)