Das Schlachten in der Automobilindustrie geht mit unermüdlicher Intensität weiter. Vor ein paar Tagen kündigte Toyota, der größte Automobilhersteller der Welt, seine ersten Verluste an, und nach einer Reihe von Entlassungsankündigungen reiht sich Nissan mit einem Rekord von bisher 20.000 Entlassungen in den Trend ein.
Neben der globalen Rezession, die die Nachfrage nach Neuwagen gesenkt hat, hat der erstarkende japanische Yen die bereits geschwächten Gewinne weiter verwüstet. Nissan erwartet bis Ende März Verluste von fast drei Milliarden Dollar, obwohl das Unternehmen im Oktober letzten Jahres noch mit einem Gewinn von 1,7 Milliarden Dollar gerechnet hatte. Die Dividende wurde natürlich ebenfalls gekürzt.
Das Unternehmen verzeichnete einen Rückgang der Verkaufszahlen um 31 Prozent auf dem amerikanischen Markt, doch es ist nicht allein in seinem Leid, da die Autoverkäufe in Amerika den niedrigsten Stand seit den frühen 80er Jahren erreicht haben, inmitten der höchsten Arbeitslosigkeit seit 1992, die auch inländische Akteure (GM und Chrysler) an den Rand der Insolvenz gebracht hat und sie in eine Situation gebracht hat, in der sie um Geld von der Regierung ‚betteln‘. Wie ernst die Lage ist, zeigt diese Aussage von Nissans CEO Carlos Ghosn: – Unsere schlimmsten Erwartungen bezüglich des Zustands der globalen Wirtschaft haben sich erfüllt oder sind sogar noch schlimmer geworden. Er nannte die Hauptschuldigen den Rückgang der Nachfrage und das Fehlen von Kreditlinien, eindeutig zwei Reiter der aktuellen Apokalypse.