Das Bezirksgericht in Zagreb wird heute über die Haft von vier Verdächtigen im HAC-Skandal entscheiden. Auch eine Entscheidung darüber, ob ihre Konten und Vermögenswerte gesperrt werden, wird erwartet. Die Staatsanwaltschaft hat am vergangenen Freitagabend die Ermittlungsmaßnahme beantragt.
Der ehemalige CEO Jurica Prskalo, das Vorstandsmitglied Marijo Lovrinčević, der Direktor des Bau-Sektors Goran Legac und der Chefingenieur des Projekts Bosiljevo-Sveti Rok, Željko Kandžija, wurden am Donnerstag im Rahmen der Operation Diskrepanz festgenommen. Die Polizei hat gegen sie eine Strafanzeige erstattet und ihnen die schwerste Form des Missbrauchs von Position und Autorität vorgeworfen, nämlich einen Missbrauch, der zu erheblichen finanziellen Vorteilen führte. In diesem Fall geht es um 22 Millionen Kuna. Das Strafgesetzbuch sieht dafür eine Strafe von ein bis zehn Jahren Gefängnis vor.
Auch der Direktor von Skladgradnja, Slaven Žužul, wurde festgenommen. Der vorläufige Verfahrensrat des Bezirksgerichts in Zagreb wies gestern seine Beschwerde gegen die Entscheidung, ihn in Haft zu behalten, zurück. Sein Anwalt Ante Madunić erklärte, dass er bereit sei, dem Gericht einen Gesamtbetrag von 22 Millionen Kuna als Sicherheit anzubieten – im Austausch dafür, von der Haft verschont zu bleiben. Es wird vermutet, dass die festgenommenen Personen 36 Millionen Kuna für die Färbung der Tunnel Sveti Rok und Mala Kapela gezahlt haben. HAC hat bereits die Färbung von Mala Kapela für 2,6 Millionen Kuna und Sveti Rok für 2,4 Millionen Kuna beauftragt, aber diese Verträge wurden gekündigt und die Arbeiten wurden mit Skladgradnja vereinbart. (www.hrt.hr)