Der Dollar stärkte sich am Dienstag auf den internationalen Devisenmärkten gegenüber dem Euro, nachdem Investoren auf dem Londoner Markt auf die Nachricht vom Tod von Osama bin Laden nach einem verlängerten Feiertagswochenende reagierten.
Die europäische Gemeinschaftswährung schwächte sich um 0,4 Prozent gegenüber dem Dollar auf 1,4772 Dollar. Sie fiel auch gegenüber dem Yen und handelte bei 119,77 Yen. Der Dollar fiel gegenüber der japanischen Währung auf 81,02 Yen. Gleichzeitig fiel er auf ein Rekordtief gegenüber dem Schweizer Franken und handelte bei 86,15 Cent. Nach der anfänglichen Euphorie, die am Montag durch die Nachricht ausgelöst wurde, dass die US-Streitkräfte den Al-Qaida-Anführer Osama bin Laden getötet hatten, warnten Händler am Dienstag, dass der Terrorismus noch nicht beseitigt sei.
„Der anfängliche Anstieg der Risikobereitschaft nach der Nachricht vom Tod bin Ladens ließ schnell nach, als der Markt zu dem Schluss kam, dass es naiv wäre anzunehmen, dass die Bedrohung durch den Terrorismus mit ihm gestorben ist“, betont die leitende Währungsstrategin bei Rabobank, Jane Foley. Die Aufmerksamkeit der Investoren in Europa richtet sich nun auf die Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of England am Donnerstag.
