Der Direktor der Nova Ljubljanska Banka, Božo Jašovič, hat gestern Abend seinen unwiderruflichen Rücktritt eingereicht, berichten slowenische Medien. Der Grund für diese Entscheidung soll der Druck gewesen sein, dem er bezüglich des Verkaufs von Mercator an Ivica Todorić ausgesetzt war.
Der Ökonom Jože Damjan, ein ehemaliger Minister in der Regierung von Janez Janša, erklärte im slowenischen Fernsehen, dass NLB-Direktor Jašovič aufgrund von Kritik an der Koordination des Verkaufs der Mehrheitsbeteiligung an Mercator zurückgetreten sei.
Dieser Druck kam aus Kreisen, die bestimmte ‚politische und wirtschaftliche Interessen und Lobbys‘ vertreten, einschließlich der scheidenden Regierung, und es handelt sich um ’sehr verantwortungslose Politik‘, sagte Damjan.
Laut ihm war das Angebot von Agrokor an die Eigentümer von 52 Prozent der Anteile sowie die für die Mitarbeiter von Mercator und alte Lieferanten bereitgestellten Garantien sehr großzügig und transparent, und wenn die Transaktion nicht zustande kommt, werden slowenische Banken und Pivovarna Laško Schwierigkeiten mit dem Kapital haben, insbesondere da der Zugang zum internationalen Kapitalmarkt in Krisenzeiten sehr eingeschränkt ist.
