Die Kroatische Nationalbank prognostiziert für 2012 eine Fortsetzung der Stagnation in Kroatien, mit einem voraussichtlichen Rückgang des BIP um 0,2 Prozent, sowie einem Rückgang der Beschäftigung und des verfügbaren Einkommens der Haushalte, während eine allmähliche wirtschaftliche Erholung auf 2013 verschoben wird, parallel zur Stabilisierung der Finanzmärkte und der wirtschaftlichen Erholung in der EU und der Region.
In der neuesten Veröffentlichung "Finanzielle Stabilität" der Zentralbank wird gewarnt, dass die Kombination aus schwacher Exportnachfrage und schwierigem Zugang zu ausländischen Finanzmärkten die kroatische Wirtschaft in eine milde Rezession führen könnte.
Da die verschärften Finanzierungsbedingungen das Wachstum der inländischen Nachfrage einschränken, wird die erwartete Verlangsamung des Wachstums in der Eurozone und damit der Exportnachfrage zu einem erheblichen Hindernis für die Erholung der kroatischen Wirtschaft, stellen Analysten der Zentralbank in der neuen Ausgabe der Veröffentlichung "Finanzielle Stabilität" fest, die heute auf der HNB-Website veröffentlicht wurde.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Intensivierung der Schuldenkrise und die Verschlechterung der wirtschaftlichen Aussichten in der Eurozone die finanzielle Stabilität in Kroatien in diesem Jahr negativ beeinflussen werden.
Darüber hinaus wird das erhöhte Maß an Unsicherheit und die Zurückhaltung internationaler Investoren, zusätzliche Risiken einzugehen, die Neuverschuldung und die Refinanzierung von Schulden, die 2012 fällig werden, erschweren.
Die Kombination aus schwacher Exportnachfrage und schwierigem Zugang zu ausländischen Finanzmärkten könnte die kroatische Wirtschaft in eine milde Rezession führen, so die HNB.
In erneuten rezessiven Umständen wird der schlechte Zustand der öffentlichen Finanzen eines der Haupt risiken für die Aufrechterhaltung der finanziellen Stabilität im Jahr 2012 sein, wird eingeschätzt.