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Unter dem Mikroskop von Moody’s: 114 europäische Banken

Die Ratingagentur Moody’s gab am Donnerstag bekannt, dass sie die Ratings von etwa 114 europäischen Banken und Finanzgruppen, darunter viele führende Unternehmen, auf mögliche Herabstufungen überprüft, wobei die Schuldenkrise in der Eurozone als Grund angeführt wird.

Zu den größten genannten Bankengruppen gehören zwei deutsche Banken, die Deutsche Bank und die Commerzbank, sowie die britische HSBC und die Royal Bank of Scotland, die niederländische ING, die spanische Santander und die italienische Unicredit.

Unter den weiteren auf der Liste der französischen Banken befinden sich BNP Paribas, Societe Generale und Credit Agricole sowie Natixis, so die weitere Mitteilung von Moody’s.

Insgesamt wurden 24 Gruppen in Italien, 21 Gruppen in Spanien, zehn in Frankreich, neun in Großbritannien und jeweils acht in Österreich und Dänemark in die Liste der Ratingüberprüfungen aufgenommen. Deutschland folgt mit sieben Gruppen, die in Betracht gezogen werden, und Portugal sowie die Niederlande haben jeweils sechs Gruppen.

Die Ratings von fünf Unternehmen in Schweden, vier in Slowenien, zwei in der Schweiz und jeweils einem Unternehmen in Finnland, Norwegen, Belgien und Luxemburg werden ebenfalls überprüft, so die Mitteilung der Ratingagentur.

Diese Entscheidungen folgen einer Warnung von Moody’s Investors Service im Januar, dass es wahrscheinlich die Ratings mehrerer Banken, hauptsächlich in Europa, aufgrund wirtschaftlicher Druckverhältnisse infolge der Schuldenkrise herabstufen würde.

Am Donnerstag warnte Moody’s auch vor möglichen Herabstufungen für 17 Banken und Wertpapierfirmen mit weitreichenden globalen Aktivitäten auf den Kapitalmärkten, darunter die Schweizer UBS und Credit Suisse sowie die amerikanische Morgan Stanley.

Am Montag stufte Moody’s die Ratings von sechs EU-Ländern, darunter Italien, Spanien und Portugal, herab und drohte, die höchste Bewertung für Frankreich, Großbritannien und Österreich herabzustufen, indem sie deren Ausblicke von stabil auf negativ änderten.

Die Ratings wurden auch für Slowenien, die Slowakei und Malta herabgestuft. Für alle neun dieser Länder führte Moody’s ihre „größere Verwundbarkeit gegenüber steigenden finanziellen und makroökonomischen Risiken, die aus der Eurozonenkrise resultieren“, als Begründung für seine Entscheidung an.