Bei der Plenarsitzung des HGK Handelsverbands, die am 21. März im HGK stattfand, wurde Ljerka Puljić, Senior Executive Vice President von Agrokor, erneut zur Präsidentin des Verbands gewählt.
Mijo Šimić, Direktor von Tekstilpromet d.d. aus Zagreb, wurde zum Vizepräsidenten gewählt, und die Mitglieder des Präsidiums des HGK Handelsverbands wurden ebenfalls gewählt. Anlässlich dieser Gelegenheit erklärte Ljerka Puljić, dass die Führung des Verbands systematisch die Interessen und Bedürfnisse ihrer Mitglieder an das zuständige Ministerium übermittelt hat, um die Geschäftstätigkeit zu verbessern und ein günstiges Geschäftsumfeld zu schaffen. Die Wirtschaftskrise hat den stärksten Einfluss auf den Handel gehabt, da die Verbraucher sofort reagiert haben, indem sie beim Einkaufen vorsichtiger und preissensibler wurden. Heute suchen die Verbraucher ein viel besseres Verhältnis von Wert zu Preis.
– In der vergangenen Zeit haben wir die Position des Handels sorgfältig analysiert und mit Wissenschaftlern und wissenschaftlichen Institutionen in diesen Prozessen zusammengearbeitet, betonte Ljerka Puljić. Basierend auf diesen Analysen haben wir konkrete Maßnahmen im Bereich der makroökonomischen Politik vorgeschlagen und Methoden zur Rationalisierung der Geschäftskosten präsentiert.
Ljerka Puljić warnte, dass der Handelssektor oft stigmatisiert wird, da er zu Unrecht als irgendwie unfair gegenüber Endverbrauchern sowie Produzenten angesehen wird, während die Wahrheit, oder besser gesagt die Realität, völlig anders ist. Zum Beispiel haben die durchschnittlichen Löhne im Handel nicht das Niveau einiger anderer Sektoren erreicht. Daher sollten die Bemühungen verstärkt werden, um die negative Wahrnehmung des Handels in einem Teil der Öffentlichkeit zu ändern. Daten zeigen eindeutig, dass wir uns in der vergangenen Zeit rational verhalten haben und die Kosten, die wir beeinflussen konnten, gesenkt haben, erklärte Ljerka Puljić. Es gibt jedoch einige Kosten, die wir nicht beeinflussen können, was den negativen Trend verschärft, der sich als Rückgang der Schaffung neuer Wertschöpfung und abnehmende Investitionspotenziale manifestiert. Wir haben an der Entwicklung von gesetzlichen Regelungen in unserem Sektor mitgewirkt, wie z.B. der Änderung des Handelsgesetzes, und es ist besonders wichtig, die Entwicklung des Leitfadens für gute Hygienepraxis im Lebensmittelhandel hervorzuheben. Wir sollten weiterhin Schulungen durchführen, die sich auf die Umsetzung der untergeordneten Gesetzgebung konzentrieren.
Ema Culi aus dem Handelssektor des Ministeriums für Wirtschaft betonte, dass gesetzliche Regelungen verbessert und aktualisiert werden müssen, da der Handel die zweitstärkste wirtschaftliche Tätigkeit in unserem Land ist. In der nächsten Zeit wird eine der Prioritäten die Entwicklung des elektronischen Handels sein, und ein Register der Geschäfte wird derzeit entwickelt. Die Verabschiedung konkreter Maßnahmen zur Bekämpfung der Schattenwirtschaft wird beschleunigt.