Das Institut für Managemententwicklung (IMD) aus Lausanne, dessen Partnerinstitut der Nationale Rat für Wettbewerbsfähigkeit ist, hat heute die neuesten Ergebnisse des ‚World Competitiveness Yearbook 2012‘ veröffentlicht, wonach Kroatien den 57. Platz von insgesamt 59 führenden Weltwirtschaften einnimmt.
Es sollte betont werden, dass dies eine Elitegruppe von Ländern ist, die keine unterentwickelten Länder oder Länder mit unzuverlässigen Statistiken umfasst. Das IMD World Competitiveness Yearbook zieht jährlich besonderes Interesse von der Wirtschafts- und politischen Gemeinschaft auf sich, da es aktuelle statistische und Umfragedaten zu den wirtschaftlich bedeutendsten Ländern der Welt bereitstellt, was im Hinblick auf den ungleichen Ausstieg bestimmter Länder aus der globalen Krise von großer Bedeutung ist. Die wichtigste Erkenntnis, die im IMD World Competitiveness Yearbook für 2012 präsentiert wird, sind die alarmierenden Worte von Professor Stephane Garelli, dem Chefökonom dieser renommierten Schweizer Business School:
– Die Rezession hat die globale Wirtschaft fragmentierter und ungleicher gemacht als je zuvor, was Unternehmen zwingt, unter mehreren parallelen Geschäftsführungsmodellen zu operieren. Entwicklungsländer verlassen sich auf die Inlandsnachfrage und nationale Championunternehmen, die sich von wirtschaftlichen Umwälzungen isolieren, während sich entwickelte Länder der Reindustrialisierung zuwenden. In beiden Fällen sehen wir eine Rückkehr des wirtschaftlichen Nationalismus, und Protektionismus ist erneut zu einer attraktiven Option geworden.
In dieser Ausgabe führte das IMD eine spezielle Umfrage zu den Einstellungen gegenüber der Globalisierung und der Akzeptanz der Notwendigkeit wirtschaftlicher und sozialer Reformen durch. Die Einstellungen zur Globalisierung bleiben in Irland, Skandinavien, Chile und den meisten asiatischen Ländern positiv, während die Einstellungen in Griechenland, Russland, den meisten osteuropäischen und lateinamerikanischen Ländern sowie in Frankreich deutlich negativer sind.
Laut den Einstellungen zur Globalisierung belegt Kroatien den 56. Platz, und in Bezug auf die Akzeptanz der Notwendigkeit von Reformen belegt es den 52. Platz von 59 Ländern, was nicht die Bereitschaft und Offenheit Kroatiens für Veränderungen widerspiegelt.
