Der deutsche Entwicklungsminister Dirk Niebel wurde kritisiert, weil er einen Teppich als Souvenir von seiner Reise nach Afghanistan auf Kosten des Staates und ohne Zahlung von Zollgebühren mitgebracht hat.
Der liberale Minister (FDP) in Angela Merkels Regierung kaufte während eines offiziellen Besuchs in Afghanistan im März einen neun Quadratmeter großen Teppich, der 30 Kilogramm wiegt, für den persönlichen Gebrauch.
Der Teppich, der auf etwa 1100 Euro geschätzt wird, wurde in der deutschen Botschaft in Kabul gelagert und wurde laut dem Magazin Spiegel am 20. Mai kostenlos mit dem Flugzeug des Leiters des deutschen Auslandsgeheimdienstes nach Deutschland transportiert.
Bei der Ankunft in Berlin passierte das Paket die Zollkontrolle nicht, gab das Ministerium zu und nannte ein Missverständnis als Grund. Der Fahrer holte den Teppich am Flughafen Schönefeld ab. Diese Angelegenheit hat in Deutschland Kritik und sarkastische Kommentare ausgelöst. Niebel erklärte, dass er ursprünglich beabsichtigt hatte, den Teppich als persönliches Gepäck bei seinem nächsten Besuch in Afghanistan mitzubringen.
