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Endlich eine gute Woche für den Euro

In den Devisenmärkten hat der Euro in der vergangenen Woche nach fünf Wochen des Rückgangs zugelegt, dank der Hoffnungen der Investoren, dass spanische Banken internationale Unterstützung erhalten würden, sowie der Tatsache, dass die Europäische Zentralbank die Leitzinsen nicht gesenkt hat.

Der Preis des Euros gegenüber dem US-Dollar stieg in der vergangenen Woche um 0,6 Prozent auf 1,2515 Dollar.
Gegenüber der japanischen Währung sprang der Euro-Wechselkurs um 2,5 Prozent auf 99,45 Yen.
Der US-Dollar hat sich auch gegenüber dem japanischen Yen in der vergangenen Woche gestärkt, wobei der Dollarpreis um 1,9 Prozent auf 79,48 Yen stieg.
Die Stärkung des Euros wird hauptsächlich einer technischen Korrektur zugeschrieben, nachdem sein Preis fünf Wochen in Folge gefallen war, aber auch den Hoffnungen der Investoren, dass die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds Spanien unterstützen würden.
Dies stellte sich als zutreffend heraus, da die Finanzminister der Eurozone am Samstag ankündigten, dass sie bereit seien, kämpfenden spanischen Banken mit bis zu 100 Milliarden Euro zu helfen.
Spanien wird offiziell um Unterstützung bitten, nachdem es eine Analyse von unabhängigen Beratungsunternehmen über den Betrag erhalten hat, der für die Rekapitalisierung seiner Banken benötigt wird, was bald erwartet wird. Die spanische Regierung wird das Darlehen garantieren, und diese Unterstützung wird nicht an neue strenge Sparmaßnahmen gebunden sein.
Unterstützung für den Euro kam auch von der Entscheidung der Europäischen Zentralbank, den Leitzins in der Eurozone unverändert bei 1 Prozent zu belassen. In der Zwischenzeit vermittelte EZB-Präsident Mario Draghi den europäischen Politikern, dass die Geldpolitik Probleme, die in ihren Zuständigkeitsbereich fallen, nicht lösen kann.
Die meisten Analysten sind sich einig, dass die Politiker für die Bewältigung der Schuldenkrise verantwortlich sind, warnen jedoch auch, dass die Eurozone-Wirtschaft schwächer wird, was weiterhin im Zuständigkeitsbereich der Zentralbank liegt, die das Kreditwachstum ankurbeln sollte, um das Wirtschaftswachstum wiederzubeleben.
Obwohl die Unterstützung für Spanien voraussichtlich den Druck auf den Euro etwas verringern wird, könnte der Handel mit Euros in der nächsten Woche vorsichtig sein, da die Marktaufmerksamkeit erneut auf die politischen Turbulenzen in Griechenland vor den Parlamentswahlen am 17. Juni gelenkt wird. Ein Sieg für Parteien, die internationale Hilfspakete nicht unterstützen, könnte die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Griechenland die Eurozone verlässt.