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Die Fünf-Jahres-Verlobung

Ein besserer Titel wäre ‚Zwei-Stunden-Langeweile‘ anstelle von ‚Die Fünf-Jahres-Verlobung‘, wie er im Original steht, denn der Film will einfach nicht enden, und es gibt kaum etwas, um auch nur eine Stunde zu füllen, geschweige denn zwei.

Offensichtlich sollte die Dauer die gedehnte Verlobung betonen, aber wenn das Ihr einziges Mittel ist, um die Länge der Handlung zu vermitteln, haben Sie ein Problem. Es ist nicht schwer zu erraten, worum es geht, sodass die einzige Chance für einen ‚anderen‘ Film ein unerwartetes Ende ist. Die Schöpfer hatten jedoch nicht den Mut dazu und entschieden sich, die Regeln bis zum letzten Buchstaben zu befolgen. Zwischen der ersten und der letzten Minute gibt es nur wenige humorvolle Momente, die dreist die leere Handlung unterbrechen, und eine Fülle von erstklassigen Lösungen, die mit einer soliden Menge Pathos überzogen sind.

Die größte Tragödie ist die Fortsetzung einer Reihe von lauwarmen und nicht besonders einprägsamen Hauptrollen von Jason Segel, der sicherlich viel größeres komödiantisches Potenzial hat. Von der Werkstatt des ansonsten viel rüderen Judd Apatow wurde mehr erwartet, obwohl die Kritiker ‚Die Verlobung‘ relativ positiv bewerteten, mit etwa 60% Zustimmung.

Regie: Nicholas Stoller

Mit: Jason Segel, Emily Blunt

Die Fünf-Jahres-Verlobung, 2012.