Die griechische Wirtschaft ist im zweiten Quartal im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 6,2 Prozent geschrumpft, wie aus den am Montag veröffentlichten offiziellen Ergebnissen hervorgeht.
Die Bank von Griechenland hat gleichzeitig die Daten für das erste Quartal revidiert, die nun einen Rückgang von 6,5 Prozent zeigen, im Vergleich zu den zuvor geschätzten 6,2 Prozent. Für das gesamte Jahr 2012 wird ein Rückgang der Wirtschaft um 4,5 Prozent erwartet, nach einem Rückgang von 6,9 Prozent im Jahr 2011, so die Schätzungen der Zentralbank.
Die Europäische Union, der Internationale Währungsfonds und die Europäische Zentralbank haben zwei Hilfspakete für Griechenland genehmigt, die insgesamt rund 240 Milliarden Euro betragen, um regelmäßig seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Im vergangenen Jahr stimmten private Gläubiger auch zu, mehr als 100 Milliarden Euro Schulden abzuschreiben, was ungefähr der Hälfte des Gesamtbetrags der Schulden entspricht, um eine griechische Insolvenz zu verhindern.
Athen hat gleichzeitig strenge Sparmaßnahmen, wirtschaftliche Reformen und umfassende Privatisierungen vereinbart, die sich nun in der wirtschaftlichen Aktivität widerspiegeln. Die Arbeitslosigkeit hat inzwischen ein Rekordniveau erreicht. Die neue von den Konservativen geführte Regierung muss noch ein Programm neuer Sparmaßnahmen in Höhe von 11,5 Milliarden Euro abschließen, die eine Bedingung für die Auszahlung der nächsten Tranche internationaler Kredite in Höhe von etwa 31 Milliarden Euro sind.
