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Inflation, Deflation, Stagflation, Agflation, Rezession und Depression

Der Zustand der kroatischen Wirtschaft könnte bald ein Fall für Wirtschaftslehrbücher werden, da es derzeit schwierig ist, einen Begriff in der Literatur zu finden, der die Situation angemessen beschreibt, in der die Wirtschaft kämpft.

Laut der Beschreibung der Situation, die von bekannten Wirtschaftsanalysten für die neue Ausgabe von Lider bereitgestellt wurde, erlebt Kroatien derzeit Inflation, Deflation, Stagflation, Agflation, Rezession und Depression. Laut einer Behauptung überträgt sich die globale Inflation auf uns, während eine andere besagt, dass der Preisanstieg ein einmaliges Ereignis ist, das keine Inflation auslösen wird. Es ist schwer zu sagen, wer recht hat, da die Wahrheit ist, dass die durchschnittliche Inflation bei etwa zwei bis drei Prozent liegt, aber in der Praxis ist offensichtlich, dass der Anstieg der Preise einiger Produkte durch die Deflation anderer, wie die Preise von Wohnungen, Autos, Möbeln und Kleidung, ausgeglichen wird. Leider gehören zu den Produkten, deren Preise steigen, auch solche aus der Kategorie der alltäglichen Güter wie Lebensmittel und Energie.

Was für den Wirtschaftssektor am besorgniserregendsten ist, ist die Kosteninflation, d.h. der Anstieg der Produzentenpreise, der die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Produzenten verringert. Ein stärkerer Anstieg der Produzentenpreise im Vergleich zu den Verbraucherpreisen deutet auch auf einen Rückgang der Produzentenmargen hin, was zu einem Rückgang ihrer Rentabilität führt.

Ein zusätzlicher Schlag für die Produzenten ist der Anstieg des Steuerdrucks und Maßnahmen zur Auffüllung der Staatskasse, die die Stückkosten der Produktion erhöhen. Unter den Gesprächspartnern von Lider gibt es keine einheitlichen Lösungen, wie die beschriebene Situation zu lösen ist. Sicher ist, dass es ohne das Verständnis des Gesamtbildes und einer umfassenden Strategie, die auch unkonventionell sein könnte, keine gute Lösung gibt. Vielleicht wurde die Situation am besten von dem ehemaligen Ministerpräsidenten Sanader beschrieben – ‚wir sind in einer Banane.‘