Die deutsche Kanzlei Fuchsgruber KG hat den Fall übernommen, in dem bosnische Staatsbürger vertreten werden, die vor dem Krieg Einleger der ‚Ljubljana Bank‘ waren, und plant, die Frage der alten Devisensparguthaben auf eine Streitfrage zwischen Deutschland und Slowenien zu heben, berichtete Sarajevos ‚Dnevni avaz‘ am Freitag.
Safet Alimehaj, der von der Zeitung als Vertreter der Kanzlei zitiert wird, erklärte, dass das Hauptziel darin besteht, sicherzustellen, dass Deutschland sich für zuständig erklärt, um den Streit mit Slowenien bezüglich der ‚Ljubljana Bank‘ und der NLB Bank zu lösen.
– Die Deutschen können dies tun, da die ‚Ljubljana Bank‘ auch vor dem Krieg Einlagen in diesem Land entgegengenommen hat und das Geld nach Slowenien transferiert hat – sagte Alimehaj.
Auf der Website von Fuchsgruber KG findet man Informationen, dass sie sich auf Fälle von Anlagebetrug spezialisiert haben, sowohl national als auch international, aber unter den aufgeführten aktuellen Fällen, die sie bearbeiten, gibt es keinen bezüglich der Ljubljana Bank.
angeblich ist die Strategie der Kanzlei, Slowenien als Mitglied der Europäischen Union zu zwingen, Schulden gegenüber den Bürgern von Bosnien und Herzegowina zu begleichen, unter Androhung, dass Deutschland andernfalls Klage erheben wird.
– Das Gericht in Deutschland muss entscheiden, wie das Verfahren fortgesetzt wird, nach deutschem oder slowenischem Recht. Eine Entscheidung wird sehr schnell getroffen werden – ist Alimehaj überzeugt.
Fuchsgruber KG hat eine Medienkampagne in Deutschland, Österreich und der Schweiz gestartet, um das öffentliche Bewusstsein für das Thema der alten Devisensparguthaben zu schärfen.
Für Mitte November sind Berichten zufolge Proteste von betroffenen Einlegern aus Bosnien und Herzegowina in Berlin vor der slowenischen Botschaft mit demselben Ziel geplant. „Wir wollen, dass jeder sieht, wie Slowenien seinen Verpflichtungen nicht nachkommt,“ sagte Alimehaj.
Er erklärte jedoch nicht, wer tatsächlich Fuchsgruber KG beauftragt hat, die ehemaligen Einleger der ‚Ljubljana Bank‘ zu vertreten.
Es wird geschätzt, dass die ‚Ljubljana Bank‘ den vor dem Krieg Einlegern aus Bosnien und Herzegowina mindestens 600 Millionen Euro schuldet.
