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Raiffeisen erwartet einen Anstieg der faulen Kredite

Die österreichische Bank Raiffeisen Bank International (RBI) hat am Mittwoch bekräftigt, dass sie aufgrund von Spannungen in den Hauptmärkten einen Anstieg der faulen Kredite im kommenden Zeitraum erwartet, während sie gleichzeitig einen Anstieg des Gewinns im dritten Quartal meldet.

– Wir erwarten einen leichten Anstieg des Volumens der notleidenden Kredite in den kommenden Monaten und einen stabilen oder leicht erhöhten Anteil an Nettobeständen – erklärte die Bank und verwies dabei hauptsächlich auf häufige Probleme bei der Erfüllung finanzieller Verpflichtungen in Ungarn und Südosteuropa.

Im August kündigte die RBI an, dass sie angesichts der Situation in den osteuropäischen Volkswirtschaften einen Anstieg der notleidenden Kredite erwartet.

Im dritten Quartal stieg der konsolidierte Gewinn der Bank um 8,5 Prozent auf 141 Millionen Euro, dank reduzierter Rückstellungen für notleidende Kredite, die 224 Millionen Euro betrugen, im Vergleich zu 377 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die RBI warnt auch, dass die Bankensteuer in Österreich und in bestimmten Ländern Mitteleuropas und Osteuropas voraussichtlich den Jahresgewinn um 160 Millionen Euro schmälern wird.

Im nächsten Jahr wird erwartet, dass die Bank die gleichen Ausgaben für die Bankensteuer in Österreich wie in diesem Jahr verzeichnen wird, die 104 Millionen Euro betragen. In Ungarn wird ein Anstieg von 26 Millionen auf 40 Millionen Euro erwartet, und in der Slowakei von 28 auf 35 Millionen Euro, schätzt die Bank.

Die RBI bekräftigt auch, dass eine Rekapitalisierung je nach Marktlage eine Option bleibt.