Die österreichische Hauptstadt Wien bietet ihren Bewohnern die beste Lebensqualität aller Städte der Welt, während die irakische Hauptstadt Bagdad laut der neuesten Forschung der Beratungsgruppe Mercer am niedrigsten eingestuft wird.
Wien, mit seinen 1,7 Millionen Einwohnern, führt die Liste im vierten Jahr in Folge an, dank seiner starken Kulturszene sowie umfassender Gesundheitsversorgung und moderat, aber zunehmend hoher Wohnpreise. Die prächtige Architektur aus der Habsburger Ära macht die Stadt zu einem Magneten für Touristen. Zuverlässige öffentliche Verkehrsmittel kosten in dieser von Sozialdemokraten und den Grünen regierten Stadt nur 1 Euro pro Tag für eine Jahreskarte.
Mercer führt seine jährliche Umfrage durch, um Unternehmen und Organisationen bei der Bewertung von Gehältern für ihre Mitarbeiter im Ausland zu helfen. Die Umfrage verwendet 39 Faktoren wie politische Stabilität, Gesundheitsversorgung, Bildung, Kriminalität, Freizeit und Verkehr.
Trotz der Schuldenkrise hat Europa 15 der 25 am höchsten eingestuften Städte der Welt in der Umfrage 2012. Deutschland und die Schweiz haben jeweils drei Städte unter den Top 10. Die am niedrigsten eingestufte Stadt in Westeuropa auf Platz 83 ist die griechische Hauptstadt Athen, die mit schweren wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hat. „Europäische Städte haben im Allgemeinen weiterhin eine hohe Lebensqualität, die auf einer Kombination aus erhöhter Stabilität, steigenden Lebensstandards und fortschrittlicher städtischer Infrastruktur beruht“, sagte Slagin Paraktil, ein leitender Forscher bei Mercer.
