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Investoren durch die Protokolle der Fed verunsichert

Am Donnerstag fielen die Aktienkurse an der Wall Street leicht, nachdem sie zwei Tage lang stark gestiegen waren, da die Anleger durch die Bedenken der Führungskräfte der US-Notenbank, der Fed, hinsichtlich der sehr lockeren Geldpolitik verunsichert waren.

Der Dow-Jones-Index schwächte sich um 0,16 Prozent auf 13.391 Punkte, während der S&P 500 um 0,21 Prozent auf 1.459 Punkte fiel und der Nasdaq-Index um 0,38 Prozent auf 3.100 Punkte nachgab.

Dank einer Einigung zwischen Republikanern und Demokraten zur Reduzierung des Haushaltsdefizits stieg der S&P 500-Index in den vorhergehenden zwei Handelstagen um starke 4,3 Prozent, sodass eine Konsolidierung der Aktienkurse erwartet wurde.

Die Euphorie hat auch nachgelassen, da Demokraten und Republikaner in den kommenden Monaten vor weiteren schwierigen Verhandlungen über die Reduzierung der Haushaltsausgaben und das zulässige Niveau der Staatsverschuldung stehen.

Die Anleger waren auch durch die Protokolle der letzten Sitzung der US-Notenbank verunsichert, die zeigten, dass mehrere Fed-Führungskräfte der Meinung sind, dass die Programme zum Ankauf von Vermögenswerten bis Ende 2013 reduziert oder vollständig abgeschafft werden sollten, während andere für die Fortsetzung solcher Politiken plädieren.

Die Fed verfolgt seit Jahren eine sehr expansive Geldpolitik. Neben der Senkung der Leitzinsen auf Rekordtiefstände setzt sie auch Programme zum Kauf von Staatsanleihen sowie von hypothekenbesicherten Wertpapieren ein, um die langfristigen Zinssätze zu senken und somit die Kreditvergabe und das Wirtschaftswachstum zu stimulieren.

Dank dieser Maßnahmen stieg der S&P 500-Index im vergangenen Jahr um 13,4 Prozent. Wenn die Fed diese liquiditätsfördernden Programme auf den Finanzmärkten abschaffen würde, würde die Risikobereitschaft der Anleger für riskantere Anlagen wie Aktien sinken.

In den meisten Sektoren fielen die Aktienkurse gestern, während einer der Gewinner der Einzelhandelssektor war, da mehrere Einzelhandelsketten während der Feiertagsverkaufsaison bessere als erwartete Verkaufszahlen meldeten. Infolgedessen stärkte sich der S&P-Einzelhandelssektor-Index um 0,4 Prozent.

Die europäischen Märkte handelten gestern ebenfalls vorsichtig. Der Londoner FTSE-Index stieg um 0,33 Prozent auf 6.047 Punkte, während der Frankfurter DAX um 0,29 Prozent auf 7.756 Punkte nachgab und der Pariser CAC um 0,34 Prozent auf 3.721 Punkte fiel.