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Investoren interpretierten Draghis Worte als Warnung

Am Donnerstag fielen die Aktienkurse an der Wall Street, da die Investoren erneut besorgt über die wirtschaftliche Lage in der Eurozone waren, nachdem der Präsident der Europäischen Zentralbank erklärte, dass negative Risiken positive überwiegen.

Der Dow-Jones-Index schwächte sich um 0,30 Prozent auf 13.944 Punkte, während der S&P 500 um 0,18 Prozent auf 1.509 Punkte und der Nasdaq-Index um 0,11 Prozent auf 3.165 Punkte nachgab.

Die EZB-Führungskräfte entschieden bei der gestrigen Sitzung, den Leitzins unverändert auf einem Rekordtief von 0,75 Prozent zu belassen, während der Präsident der Zentralbank, Mario Draghi, auf einer Pressekonferenz warnte, dass negative Risiken für die Eurozonenwirtschaft, die im vergangenen Jahr erneut in eine Rezession fiel, positive überwiegen.

Draghi betonte auch, dass der Wechselkurs für das Wachstum und die Preisstabilität von großer Bedeutung ist, was die Investoren als Warnung interpretierten, dass der starke Anstieg des Euro-Wechselkurses in den letzten Wochen der Eurozonenwirtschaft schaden könnte. Infolgedessen fiel der Wechselkurs der europäischen Währung, die kürzlich die höchsten Werte gegenüber dem Dollar in 14 Monaten erreichte, stark.

Die Stärkung des Dollars hatte negative Auswirkungen auf die Rohstoffpreise, was gestern zu erheblichen Verlusten bei Aktien im Bergbau- und Energiesektor führte. Der S&P-Bergbau-Sektorindex schwächte sich um 0,6 und der Energiesektor um 0,5 Prozent.

Die Aktienkurse fielen auch an den meisten europäischen Börsen gestern. Der Londoner FTSE schwächte sich um 1,06 Prozent auf 6.228 Punkte, und der Pariser CAC um 1,15 Prozent auf 3.601 Punkte. Der Frankfurter DAX-Index hingegen stärkte sich um 0,13 Prozent auf 7.590 Punkte.