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NLB erhält neuen Rückschlag von Moody’s

Moody’s hat das langfristige Kreditrating der Nova Ljubljanska Banka (NLB) von B2 auf Caa2 mit negativer Aussicht herabgestuft, berichteten slowenische Medien am Mittwoch unter Berufung auf einen Bericht von Moody’s.

Als Gründe für die weitere Herabstufung der größten Bank Sloweniens, die zu 92 % im Staatsbesitz ist, nennt Moody’s die Notwendigkeit einer neuen Rekapitalisierung, für die das Management schätzt, dass in diesem Jahr 400 Millionen Euro benötigt werden, sowie das Fehlen kurzfristiger Perspektiven für die Bank, um nach mehreren Jahren negativer Ergebnisse wieder profitabel zu arbeiten.

Moody’s hat das Rating von NLB im vergangenen Jahr zweimal herabgestuft, zuletzt Ende Juli. Zu diesem Zeitpunkt senkte Moody’s das Kreditrating von NLB um drei Stufen, von Ba2 auf B2.

Wie die Wirtschaftszeitung Finance am Mittwoch berichtete, basiert Moody’s negative Aussicht für NLB auf dem hohen Anteil an faulen Krediten im Kreditportfolio der Bank, der Ende des letzten Jahres 28,2 % der gesamten Kredite erreichte, sowie auf der Möglichkeit, dass dieser Prozentsatz aufgrund der hohen Verschuldung von Unternehmen, die Kunden von NLB sind, steigen könnte. Zudem werden Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Rekapitalisierung slowenischer Banken, die mehrheitlich oder überwiegend im Staatsbesitz sind, erwähnt.