Der Euro hat heute in den internationalen Devisenmärkten gegenüber dem Dollar nachgelassen, beeinflusst von den neuesten Daten des statistischen Amts Eurostat zu Rekordarbeitslosigkeit und niedriger Inflation in der 17-köpfigen Eurozone.
Unter diesen Umständen schwächte sich der Euro um 0,4 Prozent auf 1,2997 Dollar und fiel von dem höchsten Stand in drei Wochen von 1,3062 Dollar, den er am Vortag erreicht hatte.
Der Dollar hingegen schwächte sich gegenüber dem Yen um 0,3 Prozent auf 100,30 Yen und erreichte damit den niedrigsten Stand seit dem 9. Mai.
Ungünstige Nachrichten für den Euro kamen heute aus dem makroökonomischen Sektor. Die neuesten Daten des europäischen statistischen Amts Eurostat zeigten eine neue Rekordarbeitslosenquote von 12,2 Prozent in der Eurozone im April. In der EU blieb sie unverändert bei 11 Prozent.
Separat berichtete Eurostat in vorläufigen Schätzungen auch, dass die jährliche Inflation im Mai auf 1,4 Prozent gestiegen ist, nach 1,2 Prozent im Vormonat. Das bedeutet, dass sie weiterhin deutlich unter dem von der Europäischen Zentralbank (EZB) festgelegten Zielwert von „nahe, aber unter“ zwei Prozent bleibt.
Unter diesen Umständen wächst die Spekulation, dass die EZB die Geldpolitik weiter lockern könnte.
