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Euro rutscht von höchstem Stand in drei Wochen ab

Der Euro hat heute in den internationalen Devisenmärkten gegenüber dem Dollar nachgelassen, beeinflusst von den neuesten Daten des statistischen Amts Eurostat zu Rekordarbeitslosigkeit und niedriger Inflation in der 17-köpfigen Eurozone.

Unter diesen Umständen schwächte sich der Euro um 0,4 Prozent auf 1,2997 Dollar und fiel von dem höchsten Stand in drei Wochen von 1,3062 Dollar, den er am Vortag erreicht hatte.

Der Dollar hingegen schwächte sich gegenüber dem Yen um 0,3 Prozent auf 100,30 Yen und erreichte damit den niedrigsten Stand seit dem 9. Mai.

Ungünstige Nachrichten für den Euro kamen heute aus dem makroökonomischen Sektor. Die neuesten Daten des europäischen statistischen Amts Eurostat zeigten eine neue Rekordarbeitslosenquote von 12,2 Prozent in der Eurozone im April. In der EU blieb sie unverändert bei 11 Prozent.

Separat berichtete Eurostat in vorläufigen Schätzungen auch, dass die jährliche Inflation im Mai auf 1,4 Prozent gestiegen ist, nach 1,2 Prozent im Vormonat. Das bedeutet, dass sie weiterhin deutlich unter dem von der Europäischen Zentralbank (EZB) festgelegten Zielwert von „nahe, aber unter“ zwei Prozent bleibt.

Unter diesen Umständen wächst die Spekulation, dass die EZB die Geldpolitik weiter lockern könnte.

Während der Dollar am Freitag auf den niedrigsten Stand in drei Wochen gegenüber dem Yen fiel, sorgten typische Käufe zum Monatsende, schwache Wirtschaftsdaten aus der Eurozone und fallende Aktienkurse für Unterstützung des Dollars gegenüber dem Euro.

Der Yen hingegen erhielt Unterstützung von Daten, die eine erhöhte industrielle Aktivität in Japan zeigten, und wurde durch Nachrichten über schwächelnde Aktien gestärkt. Die Unsicherheit an den Finanzmärkten spielt ihm ebenfalls in die Hände, da Investoren typischerweise mehr zur japanischen Währung tendieren, die sie als sicheren Hafen für Kapital wahrnehmen.

Analysten erwarten jedoch die Fortsetzung des allgemeinen Trends der Dollarstärkung, basierend auf der erwarteten Reduzierung der geldpolitischen Stimulusprogramme in den USA, zusammen mit dem anhaltenden Trend der Yen-Abwertung aufgrund der dramatischen Lockerung der Geldpolitik in Japan.

„Ich bin optimistisch hinsichtlich einer weiteren Stärkung des Dollars gegenüber dem Yen und dem Euro“, erklärt Steve Barrow, Leiter der Währungsanalyseabteilung für G10-Länder bei Standard Bank.