Der Eigentümer und CEO von Optima Telekom, Matija Martić, sieht keinen anderen Weg, sein Unternehmen zu retten, als dass Hrvatski Telekom die Geschäftsführung übernimmt. Dies ergibt sich aus dem heute auf der Website der Zagreber Börse veröffentlichten neuen Plan für die finanzielle und operative Umstrukturierung von Optima Telekom.
Laut diesem Plan wird vorgeschlagen, dass die größten Gläubiger von Optima Telekom, nämlich die Zagrebačka banka und Hrvatski Telekom, eine strategische Partnerschaft zwischen HT und Optima Telekom sichern, in der HT die Geschäftsführung von Optima übernehmen würde.
Optima erklärt im Plan, dass sie ‚HT als den einzigen vernünftigerweise relevanten potenziellen strategischen Partner unter den bedeutenden Gläubigern unter den aktuellen Umständen identifiziert hat. Angesichts der technologischen und geschäftlichen Basis, der Expertise und der Erfahrung von HT im Telekommunikationsgeschäft erwartet Optima, dass die strategische Partnerschaft erhebliche Vorteile aus den in einer solchen Beziehung erzielten Synergien bieten könnte. Eine solche strategische Partnerschaft könnte es Optima Telekom ermöglichen, erhebliche Synergien in Bezug auf Kosten und die Generierung der erforderlichen Geldbeträge zu erzielen, was die Rückzahlung von Schulden, die Wartung und die Entwicklung von Optima Telekom im Markt für integrierte Telekommunikationsdienste in der Republik Kroatien ermöglichen würde. Angesichts des Anteils, den HT durch die Umwandlung seiner Forderungen in das Eigenkapital von OT erwerben kann, schlägt OT die Gründung einer strategischen Partnerschaft vor, die die Erwartung impliziert, dass ZABA (als größter Gläubiger und laut Vorschlag zukünftiger größter Einzelaktionär) die Übertragung seiner zukünftigen Managementrechte an HT akzeptiert. Dies würde HT einen dominierenden Einfluss und Kontrolle über Optima Telekom geben.‘
Die erste Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Zagrebačka banka und Hrvatski Telekom als die größten Gläubiger von Optima Telekom einem solchen Vorschlag zustimmen, dessen Gesamtschulden zum 31. Dezember 2012 1,1 Milliarden Kuna betrugen. Da etwa die Hälfte dieses Betrags auf die beiden größten Gläubiger entfällt, kann angenommen werden, dass sowohl die Zagrebačka banka als auch Hrvatski Telekom in die Enge getrieben sind, was bedeutet, dass sie keine andere Wahl haben, als Martićs Umstrukturierungsplan zuzustimmen, um nicht mit leeren Händen dazustehen.
