Die meisten asiatischen Aktienmärkte verzeichneten heute Morgen einen Rückgang der Aktienkurse, da eine Reduzierung der Anreizmaßnahmen der US-Notenbank erwartet wird, was sich negativ auf die Volkswirtschaften in der Region auswirken könnte, die stark von ausländischen Kapitalzuflüssen abhängen.
An der Börse in Tokio lag der Nikkei-Index um 7:30 Uhr etwa 1,2 Prozent im Plus, während die Aktienkurse in Singapur um 0,5 Prozent zulegten.
Die Aktienindizes in Hongkong, Australien, Shanghai und anderen Märkten fielen zwischen 0,2 und 0,5 Prozent, was dazu führte, dass der MSCI Asien-Pazifik-Index, ohne Japan, um 0,2 Prozent um 7:30 Uhr fiel.
Investoren sind vorsichtig, da heute Abend nach einem zweitägigen Treffen eine Erklärung der Fed-Führung zu den Anreizmaßnahmen erwartet wird. Danach wird der Vorsitzende der US-Notenbank, Ben Bernanke, eine Pressekonferenz abhalten.
Märkte sind in solchen Situationen oft sehr volatil, da Investoren stark auf die Ankündigung der Fed reagieren, die dann von Bernanke beruhigt wird.
- Wir erwarten, dass Bernanke zurückhaltend sein wird. Die Fed möchte den Investoren versichern, dass die Reduzierung der Anreizmaßnahmen schrittweise und moderat erfolgen wird, um die Märkte und die Wirtschaft nicht zu schädigen – sagt Joseph Carpuso, ein Stratege der Commonwealth Bank of Australia.
Durch Programme zum Kauf von Staats- und Hypothekenanleihen, auch bekannt als quantitative Lockerung der Geldpolitik, hat die Fed seit Jahren frisches Geld in die Finanzmärkte injiziert und die Zinssätze auf Rekordtief gehalten, um Kredite zu fördern und somit das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.
