Ein runder Tisch, organisiert von Gewerkschaften und zivilen Verbänden, fand zum Thema Autobahnmonetarisierung statt, bei dem festgestellt wurde, dass Autobahnen langfristig nicht ohne ein Referendum konzessioniert werden sollten.
Zu Beginn des runden Tisches wurde betont, dass die Organisatoren einen Antrag an die Regierung gestellt haben, eine Studie zu veröffentlichen, und die Frist für die Veröffentlichung gemäß dem Informationsfreiheitsgesetz am Freitag, den 25. Oktober, abläuft. Diese Studie wird zeigen, was tatsächlich hinter der Monetarisierung von Autobahnen verborgen ist.
– Die öffentliche Verschuldung wird nicht durch Veräußern gedeckt, sondern durch die Erhöhung des nationalen Einkommens. Die regierende Partei hat es versäumt, den Rückgang des nationalen Einkommens zu stoppen und hat daher nicht die Legitimität, öffentliche Vermögenswerte zu veräußern. Unsere öffentliche Verschuldung liegt bei etwa 70 Prozent, während der europäische Durchschnitt bei etwa 85 Prozent liegt, was darauf hinweist, dass wir nicht in großen Schwierigkeiten sind. Veräußern schafft keine neuen Arbeitsplätze, noch stimuliert es die Industrie, was für uns jetzt am wichtigsten ist – sagte Ljubo Jurčić von der Wirtschaftsfakultät in Zagreb und fügte hinzu, dass es nicht dasselbe ist, in die Monetarisierung mit einem Pro-Kopf-Einkommen von zehntausend Euro oder zwanzigtausend Euro einzutreten. Er wies darauf hin, dass wir mit einem niedrigeren Einkommen ‚Diener des ausländischen Kapitals sind, während im Falle eines höheren Einkommens das ausländische Kapital unser Diener ist‘.
Mijat Stanić von der unabhängigen Gewerkschaft der Straßenarbeiter betonte, dass es sich hierbei nicht um die Vermietung von Autobahnen, sondern um deren Verkauf handelt, da viele die Rückkehr der Autobahnen in die staatliche Verwaltung nicht erleben werden.
– Die Schulden der Autobahnen betragen etwa 29 Milliarden, und durch die Konzessionierung würden etwa 20 bis 22,5 Milliarden Kuna erzielt, was bedeuten würde, dass nicht einmal die gesamte Schuld gedeckt wäre, und die Bürger müssten eine weitere Milliarde Euro zurückzahlen. Es gibt bessere Lösungen, und das Beste wäre, ein Referendum abzuhalten und die Bürger entscheiden zu lassen. Autobahnen haben einen erheblichen Einfluss auf den Tourismus, die Sicherheit und viele andere Dinge, und daher ist es wichtig, dass sie unter staatlicher Verwaltung bleiben – betonte Stanić.
