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Zentralbank warnt – Immobilienpreise sind überbewertet

Die Wohnungspreise in großen deutschen Städten sind um bis zu 20 Prozent höher als sie sein sollten, aber die Wirtschaft als Ganzes ist noch nicht von der Gefahr einer Immobilienmarktblase bedroht, berichten europäische Medien heute unter Berufung auf die Einschätzung der deutschen Zentralbank.

Hohe Wohnungspreise in München, Frankfurt und Berlin sind durch demografische oder wirtschaftliche Faktoren nicht gerechtfertigt und sind in den letzten drei Jahren um mehr als 25 Prozent gestiegen, so der neueste regelmäßige Monatsbericht der Deutschen Bundesbank, zitiert vom Online-Portal EUobserver.

In demselben Zeitraum sind die Immobilienpreise in Deutschland insgesamt um acht Prozent gestiegen, warnt die Bundesbank.

Der Trend wird sich im kommenden Jahr voraussichtlich nicht ändern, da die Nachfrage nach Wohnungen weiterhin das Angebot übersteigt.

Obwohl die Wirtschaft als Ganzes nicht bedroht ist, warnt die Bundesbank vor einem möglichen „signifikanten Rückgang des Haushaltsvermögens“ aufgrund überbewerteter Wohnungen.

Internationale Investoren spielen ebenfalls eine Rolle bei den steigenden Preisen deutscher Wohnungen, da dieser Markt für sie nach dem Platzen von Blasen auf den Immobilienmärkten in den USA, Spanien und Irland attraktiv geworden ist.

Dank des niedrigen Niveaus der Leitzinsen in der Eurozone fällt es Investoren leichter, Immobilien zu erwerben, betont die Bundesbank.

Die deutsche Zentralbank hat als Mitglied der EZB wiederholt gewarnt, dass die Politik der günstigen Kredite den Banken in den angeschlagenen Eurozonenländern hilft, aber das Inflationsrisiko erhöht.

Statistiken zeigen, dass die Inflation in der Eurozone niedrig bleibt und im September bei 1,1 Prozent liegt. Die EZB strebt „leicht unter zwei Prozent“ an.