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2013 war das ‚Jahr des Schreckens‘ auf dem europäischen Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosenquote am Ende des Jahres in 17 Eurozonenländern überstieg 17 Prozent, der höchste jemals aufgezeichnete Wert seit der Gründung dieser Staatengemeinschaft.

Daher bezeichneten viele 2013 als ‚Annus horribilis‘, das Jahr des Schreckens auf dem EU-Arbeitsmarkt, berichtet Deutsche Welle.

Die Finanz- und Schuldenkrise hat vor allem im Bereich Arbeit ihre Spuren hinterlassen. Länder in Südeuropa wie Portugal, Spanien, Italien und Griechenland waren besonders betroffen.

Wie der parlamentarische Vertreter im griechischen Parlament Konstantinos Karagkounis kürzlich betonte, ist die Situation in seinem Land einfach katastrophal.

– In Griechenland ist es wirklich eine humanitäre Katastrophe. Die Arbeitslosigkeit ist enorm, etwa 27 Prozent, und die Jugendarbeitslosigkeit liegt sogar bei bis zu 60 Prozent. Das ist eine völlig neue Situation für uns, aber ich weiß, dass es in anderen Ländern ähnlich ist. Spanien hat zum Beispiel ähnliche Probleme – erklärte dieser griechische konservative Politiker.

Laut den Worten und der Prognose des Kommissars der Europäischen Kommission Olli Rehn sollten die Eurozonenländer langsam beginnen, aus der Krise herauszukommen und sich zu erholen, wobei ihre Volkswirtschaften im nächsten Jahr wieder wachsen sollten.

– Diese Verbesserung wird sich jedoch vorerst nicht auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen – sagte Rehn.
Die Zahl der Arbeitslosen wird voraussichtlich gleich bleiben wie zuvor. Zahlreiche Treffen von Ministern und Regierungschefs haben bisher keine Wirkung auf die Reduzierung der Arbeitslosigkeit unter den unter 25-Jährigen gezeigt.

Das Armutsrisiko hat in Europa drastisch zugenommen. Inzwischen sind sogar ein Viertel der Europäer, also etwa 125 Millionen Menschen, von Armut betroffen oder bedroht. Das Erreichen der langfristigen wirtschaftlichen Ziele der EU, Agenda 2020, ist laut Eurostat-Forschung ebenfalls gefährdet.