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Agrokor kündigte ein Angebot zum Erwerb weiterer 47 Prozent der Mercator-Aktien an

Die Agrokor-Gruppe gab am Donnerstag ein Angebot zum Erwerb der verbleibenden 47 Prozent oder 1,76 Millionen Aktien des slowenischen Unternehmens Mercator bekannt, die noch nicht im Besitz sind, und bietet 86 Euro pro Aktie in dem Angebot, das bis zum 1. September gültig ist.

Die Erfolgsgrenze des Angebots wurde nicht festgelegt, was bedeutet, dass der Erwerb unabhängig vom Prozentsatz der gekauften Aktien als erfolgreich angesehen wird, und Agrokor hat sich, so die slowenischen Medien, durch Bankgarantien verpflichtet, den Aktionären innerhalb von acht Tagen nach Bestätigung des Erfolgs des Angebots durch die slowenische Wertpapiermarktaufsichtsbehörde zu zahlen.

Agrokor zahlte 172 Millionen Euro für die 53-prozentige Beteiligung, die es im Juni von den Mehrheitsinhabern erworben hat, und für die verbleibenden 47 Prozent benötigt es etwa 152 Millionen Euro, die es durch Kredite gesichert hat, darunter 50 Millionen Euro von BNP Paribas, 50 Millionen von der österreichischen VTB Bank und 52 Millionen von der Zagrebačka Bank, schreibt die slowenische Zeitung „Finance.“

Agrokor und Agrokor Investments haben im Rahmen einer Vereinbarung mit Banken zur Umstrukturierung der Schulden von Mercator auch ein nachrangiges Darlehen von 220 Millionen Euro für das Unternehmen gesichert. Davon wurden 202 Millionen Euro zur teilweisen Rückzahlung der Schulden von Mercator verwendet, und 17,2 Millionen für das Betriebskapital. Das nachrangige Darlehen wird in Eigenkapital von Mercator umgewandelt.

Agrokor hat auch in dem Übernahmeangebot die Verpflichtungen skizziert, die es beim Unterzeichnen des Vertrags mit den Mehrheitsinhabern eingegangen ist. Dazu gehört die Verpflichtung, dass Mercator, abgesehen von marktüblichen Bedingungen, für drei Jahre keine Garantien oder Darlehen an Agrokor gewährt, dass es die Tarifverträge der Mitarbeiter respektiert und dass es sich mit den Vertretungsgewerkschaften über die Anzahl der Mitarbeiter abstimmt.

Darüber hinaus hat Agrokor die Verpflichtung akzeptiert, dass der Hauptsitz von Mercator für mindestens die nächsten zehn Jahre in Ljubljana bleibt, wo sich auch das Managementzentrum der Geschäfte von Mercator befinden wird, während den Lieferanten von Mercator die gleiche Position garantiert wird, die sie für mindestens weitere drei Jahre hatten, so die slowenischen Medien.