Die Erste Group hat ihr Kursziel für Ledo von 9.922 Kuna auf 9.748 Kuna gesenkt. Dennoch bleibt die Empfehlung zum Ansammeln bestehen, da das jährliche Wachstumspotenzial laut Analyse bei etwa 13 Prozent liegt.
In einem Bericht, der von Davor Špoljar, Senior Analyst für Kapitalmärkte in der Abteilung für Wirtschaftsforschung der Erste Bank, unterzeichnet wurde, wird festgestellt, dass es in diesem Jahr eine Reihe außergewöhnlicher Ereignisse gegeben hat, die die Gesamtergebnisse des Unternehmens belastet haben. Die serbische Tochtergesellschaft Frikom zahlte eine Strafe von rund 24 Millionen Kuna wegen Missbrauchs ihrer dominierenden Stellung. Darüber hinaus wurde die Region von Überschwemmungen belastet, gefolgt von recht schlechtem Wetter während der gesamten Sommersaison, die durch niedrige Temperaturen und häufigen Regen gekennzeichnet war. All dies wirkte sich negativ auf den Rückgang der Eisverkaufszahlen aus.
Die Analyse stellt jedoch fest, dass das Unternehmen gut mit dem Gesamtumfeld umgegangen ist und sogar seinen relativen Marktanteil im Eisverkauf im Vergleich zu den Wettbewerbern etwas erhöht hat. Darüber hinaus wurden ernsthafte Anstrengungen unternommen, um den HoReCa-Kanal zu stärken, wodurch in gewissem Maße von der recht erfolgreichen Tourismussaison in Kroatien profitiert wurde. Allerdings hat ein etwas höherer Anteil an Tiefkühlkost in der Umsatzstruktur, zulasten von Eis, die Margen belastet. Darüber hinaus läuft ein interner Prozess zur Kostenrationalisierung, zusammen mit der Reorganisation der Vertriebskanäle, und zusätzlich wirken sich etwas niedrigere Produktionsfaktorpreise auf den globalen Märkten, die das Unternehmen bereits für die nächste Saison vertraglich gesichert hat, positiv aus. All dies schafft eine solide Basis für eine Erholung im nächsten Jahr, sowohl in Bezug auf Umsatz als auch Rentabilität, sofern die Wetterbedingungen dem Unternehmen zugutekommen.
