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Novotny: Autobahnen waren nie unser Eigentum

Der Wirtschaftsanalyst Damir Novotny erklärte in der kroatischen Radiosendung In the Network of the First über das Referendum zu den Autobahnen, dass dies eine weitere politische Kampagne sei, da die Gewerkschaften ihre Aufgabe nicht erfüllen, um bessere Bedingungen für ihre Mitglieder zu schaffen.

Novotny betonte, dass Autobahnen einen großen Teil der öffentlichen Schulden ausmachen und glaubt, dass es vorteilhaft wäre, einen Weg zu finden, wie jemand einen Teil davon abbezahlen und aus der öffentlichen Schuldenlast entfernen kann. Autobahnen sind ein teures Spielzeug, mit dem man nicht spielen sollte, sagte Novotny.

Er wies darauf hin, dass Forschungen zeigen, dass, wenn die öffentlichen Schulden 90 Prozent des BIP erreichen (und wir sind dieser Zahl gefährlich nahe), das Land einer 20-jährigen Stagnation gegenübersteht. Wir befinden uns in einer Situation, in der es keine gute Lösung zur Reduzierung der öffentlichen Schulden gibt, betonte er und fügte hinzu, dass die Öffentlichkeit durch dieses Referendum gezeigt hat, dass sie nicht bereit für Veränderungen ist. Der Name der Referendumsinitiative „Wir werden unsere Autobahnen nicht aufgeben“ ist ungenau, da diese Straßen nie unser Eigentum waren; sie wurden immer mit ausländischem Geld, ausländischen Ersparnissen finanziert, behauptete Novotny.

Einer der Initiatoren der Referendumsinitiative, Mijat Stanić, widersprach Novotny, dass dies ein politischer Schachzug sei. Er wiederholte, dass die kroatischen Autobahnen ein Entwicklungsprojekt für Kroatien sind. Sie wurden gebaut, um sicherzustellen, dass alle Teile Kroatiens gleichmäßig entwickelt werden und um den Tourismus zu fördern. Seinen Angaben zufolge gibt es eine Alternative, nämlich die Umschuldung und Anleihen.

Stanić erklärte, dass sie laut den neuesten Daten mehr als 510.000 Unterschriften von Bürgern für die Einberufung eines Referendums haben, was 30 Prozent mehr ist als erforderlich.