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Die Wirtschaft hinter Apps ist größer als Hollywood

Während er die Pressemitteilung von Apple vor den Finanzberichten für das letzte Quartal 2014 las, bemerkte der Technologieanalyst Horace Deidu eine sehr interessante Tatsache.

Nämlich, dass der iOS App Store 2014 10 Milliarden Dollar an Entwickler verteilt hat,  was, so Deidu, dem Betrag entspricht, den Hollywood an den Kinokassen in den USA verdient hat. Aus diesen Daten zog der Analyst eine interessante Prämisse, die wie folgt lautet:

– Obwohl die Einnahmen an den Kinokassen nicht den gesamten Umsatz von Hollywood ausmachen, bietet auch diese Apple-Berechnung kein vollständiges Bild der App-Einnahmen – es gibt auch Android, Werbung, Dienstleistungen und Entwicklung. Wenn wir alles einbeziehen würden, repräsentieren Apps derzeit eine größere Wirtschaft als Hollywood.

Apple behauptet in seiner Erklärung, dass der App Store 627.000 Arbeitsplätze geschaffen hat. Deidu stellt diese Zahl den 374.000 Arbeitsplätzen gegenüber, die Hollywood geschaffen hat (obwohl diese Daten älter sind und aus dem Jahr 2011 stammen). Er fügt hinzu, dass man aus dieser Perspektive argumentieren kann, dass die von Apps geschaffene Wirtschaft ‚offener‘ ist, dass sie ‚eine größere Reichweite hat‘ und dass sie ’schneller wächst‘.

Dieser ‚Konflikt‘ ist auf kultureller Ebene interessanter. Wie manifestiert er sich? Indem die Medien mehr über Facebook und Twitter sprechen als die Nutzer selbst. Indem BuzzFeed präsenter ist als MTV. Indem YouTube-Stars den amerikanischen Präsidenten interviewen. Es wird immer mehr solche Statistiken geben.