Home / Geschäftsszene / Wie Obama Europa beleidigte

Wie Obama Europa beleidigte

Der amerikanische Präsident Barack Obama gab kürzlich ein Interview mit Kara Swisher, in dem er über Cyberkriege, Cybersicherheit und andere technologische Themen sprach.

Eine Antwort sorgte für Verwirrung und negative Emotionen in Europa. Swisher stellte eine Frage zu den Ermittlungen, die die Europäische Union gegen Google und Facebook durchführt, und Obama beschuldigte Europa in seiner Antwort des Protektionismus:

– Es sollte angemerkt werden, dass Europas Reaktion in diesem Fall hauptsächlich von kommerziellen Ideen getrieben wird. Einige Länder, wie Deutschland, das historische Erfahrungen mit der Geheimpolizei (Stasi) hat, sind besonders sensibel für diese Themen. Manchmal versuchen jedoch ihre Anbieter, die einfach nicht mit unseren konkurrieren können, nur, Barrieren für unsere Unternehmen zu schaffen, damit sie nicht effektiv sein können. (…) Unsere Unternehmen haben das Internet geschaffen, es erweitert und auf eine Weise perfektioniert, mit der Europa nicht konkurrieren kann. –

Viele in der EU sind mit dieser Aussage nicht zufrieden. Ramon Tremosa, ein Mitglied des Europäischen Parlaments, erklärte, dass die Position der Europäischen Union nicht auf persönlichem Interesse basiert:

– Präsident Obama vergisst oder ist sich möglicherweise nicht bewusst, dass unter den Geschädigten auch Unternehmen aus den USA sind. Einige von ihnen, wie Yelp, verbergen dies nicht vor der Öffentlichkeit. Andere möchten nicht öffentlich werden, weil sie Vergeltungsmaßnahmen fürchten.

In den letzten Jahren hat die Europäische Union Google und andere amerikanische Technologieriesen mehrere Male ‚angegriffen‘. Seit vier Jahren läuft ein Rechtsstreit gegen Google, im November verabschiedete das Europäische Parlament eine Resolution, die die ‚Zerschlagung‘ von Google vorschlägt, und seit Mai letzten Jahres muss das Unternehmen in Europa dem sogenannten ‚Recht auf Vergessenwerden‘ nachkommen.