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Griechenland erlässt wohlhabenden Steuerverbindlichkeiten für Konten in der Schweiz

Griechenland hat eine bedingte Steueramnestie für Milliarden von Euro vorgeschlagen, die seine Bürger auf Konten bei Schweizer Banken eingezahlt haben, was einen erheblichen Posten in den griechischen Haushalts Einnahmen darstellen könnte, schreibt die Schweizer Zeitung Neue Zürcher Zeitung.

Laut diesem Vorschlag wäre die Steueramnestie an die Zahlung einer Steuer auf dieses Vermögen zu einem Pauschalsatz von 21 Prozent gebunden, wodurch die griechische Regierung Millionen von Euro an Haushalts Einnahmen sammeln könnte, berichtete die NZZ in ihrer Sonntagsausgabe unter Berufung auf eine nicht genannte Quelle.

Schätzungen über den Wert der Vermögenswerte griechischer Bürger in Schweizer Banken reichen laut NZZ von zwei Milliarden bis zu 200 Milliarden Euro. Der genaue Betrag wird voraussichtlich 2018 bekannt gegeben, wenn die Schweiz beginnt, automatisch Informationen über die Konten ihrer Bürger mit den Ländern der Europäischen Union auszutauschen.

Ein Sprecher des Schweizer Finanzministeriums bestätigte, dass die Verhandlungen im Gange sind, und fügte hinzu, dass noch keine Entscheidung getroffen wurde. Wenn das griechische Parlament diesen Vorschlag genehmigt, wird sich die letzte Phase der Verhandlungen zwischen Griechenland und der Schweiz auf technische Details konzentrieren, wie Anreize für Banken, griechische Kunden zu ermutigen, den Wert ihrer Vermögenswerte offenzulegen, merkt die Zeitung an.