Leser der gedruckten Ausgabe von Lider auf der Seite neben den heutigen ‚Ekonomalije‘ sehen eine Anzeige für ein neues Buch in der Bibliothek von Lider. Es trägt den Titel ‚Wenn der Wind weht, fliegen die Truthähne‘ und enthält 135 der bisher etwa fünfhundert veröffentlichten ‚Ekonomalije‘. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung des Buches wurde so festgelegt, dass er mit dem Jahr zusammenfällt, in dem Lider zehn Jahre Publikation feiert, aber auch mit der Annahme, dass Kroatien bis Mitte Dezember bereits eine neue Regierung haben wird. Daher kann die Erinnerung an all die Umwege und verpassten Lösungen für jemanden nützlich sein, um zu verhindern, dass sich Szenarien mit vorherigen Regierungen wiederholen.
Das Buch enthält auch Vorschläge, was getan werden sollte, um zu verhindern, dass Kroatien in die Insolvenz gerät. Dies sind nicht nur die Ideen des Chronisten. Sie wurden in vielen Diskussionen mit Unternehmern und Managern entwickelt und in diesen Kolumnen oft nur medial artikuliert. Und jetzt kann mit fast hundertprozentiger Sicherheit gesagt werden, dass die Leistung von Most in Bezug auf eine gemeinsame Regierung den letzten Akt erreicht hat, in dem die langgeplante Regierung von HDZ-Most gebildet wird.
Lektionen aus der Zeitreise Egal wie viele Vorbehalte ich gegenüber der möglichen Reichweite des Politikers Božo Petrov habe, ich muss zugeben, dass mich dieser Psychiater in einer Frage in die Enge getrieben hat. Das Buch der ausgewählten ‚Ekonomalije‘ von 2005 – 2015 zeigt deutlich, dass ich mich mehrfach ausdrücklich dafür ausgesprochen habe, endlich einen Ökonomen (oder Unternehmer) als Ministerpräsidenten auszuprobieren. Wenn die HDZ bereits vier Kandidaten für ‚Expertenministerpräsident‘ hat (der Begriff ist etwas weit und ungenau), könnte einer von ihnen tatsächlich über Kenntnisse in der Wirtschaft verfügen. Eine solche Wahl würde mehr Unterstützung verdienen als die chronisch Übliche. Zumindest am Anfang. Natürlich bedeutet dies nicht automatisch, dass eine Regierung unter der Leitung eines solchen Experten das Verhaltensmuster vermeiden wird, das sich in den letzten zehn Jahren und mehr etabliert hat. Um zu zeigen, dass viele Dinge nicht neu sind, hier sind einige Fragmente aus dem Buch ‚Wenn der Wind weht, fliegen die Truthähne‘. Eine kleine Zeitreise während der Regierungsbildung:
‘Ende 2005 kündigte der damalige Ministerpräsident Sanader an, dass er einen Monat und eineinhalb um Europa reisen würde, weil das Interesse potenzieller Investoren ‚jetzt viel größer‘ sei. Die Warnung, dass ‚Kroatien nicht jede Investition aus dem Westen benötigt‘, sondern dass wünschenswerte Investoren ‚die sind, die für den Export produzieren, nicht den Binnenmarkt kaufen‘, blieb ungehört. Tatsächlich ging Sanader auch nicht auf diese Tour. Infrastrukturinvestitionen, die durch staatliche Kredite finanziert wurden, begannen mit dem ‚Anstreichen von Tunneln.‘
