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Kroatien hat nicht das langsamste Internet in Europa

In sowohl virtuellen als auch geschäftlichen sowie persönlichen Lebensbereichen spielt die Internetgeschwindigkeit eine zunehmend wichtige Rolle, was die Internationale Fernmeldeunion (ITU) dazu veranlasst hat, die Entwicklung von 5G-Mobilfunknetzen als zwingend erforderlich zu erachten, angekündigt durch das Projekt ‚IMT-2020‘. Die Chinesen haben jedoch nicht auf die Entscheidung der ITU gewartet; sie entwickeln bereits 5G-Netze, aber Japan hat sie überholt, da es bereits das schnellste Netzwerk bis heute getestet hat, während Kroatien laut einer Untersuchung von Akamai das langsamste Internet in Europa hat.

Laut dieser nach wie vor relevanten Untersuchung aus dem dritten Quartal des letzten Jahres beträgt die durchschnittliche Internetgeschwindigkeit in Kroatien 5,5 Mbps/m, wobei nur Albanien und Montenegro langsameres Internet haben. Die Kroatische Regulierungsbehörde für Netzwerkaktivitäten (HAKOM) erklärt jedoch, dass dies nicht zutreffend ist. Kroatien hat nicht nur nicht das langsamste Internet in Europa, sondern die kroatischen Mobilkommunikationsnetze gehören zu den fortschrittlichsten, und in Bezug auf die Nutzung für den Internetzugang liegen wir über dem EU-Durchschnitt. Dies belegen der Anstieg der LTE-Technologie, nämlich der beschleunigte Ausbau und die Nutzung von 4G-Netzen, die hohe Datenübertragungsgeschwindigkeiten ermöglichen.

Der tatsächliche Zustand Akamai ist ein Unternehmen, das sich mit der Bereitstellung von Inhalten beschäftigt, die von bestimmten Nutzern abgerufen werden, weshalb diese Daten in diesem Kontext betrachtet werden sollten, betont HAKOM. Laut dem Bericht der Internationalen Fernmeldeunion schneidet Kroatien im globalen ICT-Entwicklungsindex viel besser ab. Um jedoch Einblick in den tatsächlichen Zustand der Internetgeschwindigkeit in Kroatien zu erhalten, müssen neben dem beschleunigten Ausbau der 4G-Netze zwei weitere Faktoren berücksichtigt werden: Erstens, viele Bürger, obwohl sie höhere Geschwindigkeiten oder sogar Zugang zur Glasfaserinfrastruktur vertraglich vereinbaren können, tun dies nicht, weil sie keine höheren und teureren Internetgeschwindigkeiten benötigen; zweitens ist Kroatien eines der Länder mit dem höchsten Prozentsatz an IPTV-Nutzern. Das bedeutet, dass jeder Nutzer, der Fernsehsendungen über IPTV-Technologie verfolgt, eine bestimmte Kapazität ‚reserviert‘ haben muss, um eine unterbrechungsfreie Videoübertragung zu gewährleisten, neben der Kapazität für den Internetzugang. Für ein SD-Video-Signal muss beispielsweise jederzeit eine Geschwindigkeit von bis zu 4 Mbit/s sichergestellt werden, und für HD bis zu 8 Mbit/s. Andererseits hängt die Abdeckung Kroatiens mit 4G-Signal von den Investitionen der Betreiber ab, die wiederholt neue Funkfrequenzen von HAKOM für den Ausbau der 4G-Netze beantragt und erhalten haben. Die Signalabdeckung und der Nutzerzugang zu diesem Netzwerk können auf den Karten aller drei Betreiber überprüft werden, weist HAKOM hin. Es sollte auch beachtet werden, dass die Internetgeschwindigkeit auch von der Technologie des Nutzers abhängt. Nur Nutzer, deren Geräte, Smartphones, 4G unterstützen, können auf die Netzwerke der neuesten Generation zugreifen, und es werden immer mehr von ihnen.