‚Money Monster‘ wird als zeitgenössische Antwort auf Sidney Lumets legendäres ‚Network‘ angekündigt, aber es ist schwer zu glauben, dass die Absicht der berühmten Schauspielerin und Regiedebütantin Jodie Foster wirklich darin bestand, eine so ehrgeizige und visionäre Saga über moderne Medien zu schaffen.
George Clooney ist ausgezeichnet in der Rolle eines Fernsehshow-Moderators, der, konfrontiert mit einem verrückten Eindringling im Studio, zum ersten Mal in seinem Leben gezwungen ist, sich mit investigativem Journalismus auseinanderzusetzen, und auch Julia Roberts ist sehr gut. Die Chemie und die witzigen Dialoge zwischen den beiden Schauspielern, die zeitweise an die alten Stars der Screwball-Komödien erinnern, der angeborene Instinkt des Regisseurs für humorvolle Dialoge und die perfekt getimten Aktionen sind die besten Empfehlungen, warum man ‚Money Monster‘ ansehen sollte.
Aufgrund ideologischer Einfachheit und eines psychologisch übermäßig vereinfachten Bösewichts sowie einer Abhängigkeit von Stereotypen ist dieses Werk jedoch Meilen entfernt von den Klassikern des Genres und ähnelt eher den Verwandten solider Satire aus den Neunzigern, wie ‚Presidential Lies‘.
