Der deutsche Börsenbetreiber Deutsche Börse gab am Mittwoch bekannt, dass eine große Mehrheit seiner Aktionäre der Fusion mit der Londoner Börse (LSE) zugestimmt hat.
Zum 12. August, wurde die Fusion mit dem Londoner Betreiber von 89,04 Prozent der Deutsche Börse-Aktien genehmigt, was ein Zeichen für „eindeutige Unterstützung“ für die Transaktion ist, erklärte der CEO des Frankfurter Unternehmens, Carsten Kengeter.
Bereits Ende Juli wurde die Fusion von 63 Prozent der Aktieninhaber genehmigt. Die Frist zur Annahme des Angebots wurde dann um zwei Wochen bis zum 12. August verlängert.
Die Transaktion muss noch von der Europäischen Kommission und den Wettbewerbsbehörden in den Ländern genehmigt werden, in denen die beiden Unternehmen tätig sind.
„Wir werden uns nun auf die erforderlichen regulatorischen Genehmigungen und Genehmigungen der Wettbewerbsbehörden konzentrieren“, erklärte der CEO des deutschen Unternehmens in einer Pressemitteilung.
„Die Fusion wird eine global wettbewerbsfähige Marktinfrastrukturgruppe schaffen, die unseren Kunden, Aktionären und der breiteren Wirtschaft zugutekommen wird“, fügte Kengeter hinzu.
Die Entscheidung des britischen Referendums zum Austritt aus der Europäischen Union komplizierte die Angelegenheiten, da der ursprüngliche Plan vorsah, dass der Hauptsitz des fusionierten Unternehmens in London sein sollte. Angesichts des Widerstands der deutschen Regulierungsbehörden scheint diese Option nun weniger wahrscheinlich.
In der vergangenen Woche gab die Deutsche Börse bekannt, dass sie beabsichtigt, die Transaktion im ersten Halbjahr des nächsten Jahres abzuschließen.