Nachdem in einer Tageszeitung eine Schlagzeile veröffentlicht wurde, die besagt, dass öffentliche Unternehmen laut statistischen Daten von FINA effizienter, profitabler und besser sind als private, folgte eine Reaktion vom Zentrum für öffentliche Politik und Wirtschaftsanalyse.
Das erstaunliche Bild der kroatischen Wirtschaft ist nicht so erstaunlich, wie der Artikel suggeriert, betonen sie beim CEA und analysieren gründlich die Natur der von FINA bereitgestellten statistischen Daten.
So hebt das CEA Folgendes hervor:
1) Die Daten von FINA decken eine relativ kleine Stichprobe aller wirtschaftlichen Einheiten ab.
Die FINA-Analyse umfasst ausschließlich wirtschaftliche Einheiten, die verpflichtet sind, konsolidierte Finanzberichte zu erstellen. In der Analyse sind 584 solcher Unternehmer aus 263.877 aktiven Unternehmern zum 31. Dezember 2015 enthalten, was 0,22 % der wirtschaftlichen Einheiten entspricht. Diese Stichprobe ist zu klein, um ein genaues Bild der Effizienz einzelner Sektoren zu erstellen.
2) Wie wird Effizienz bestimmt?
Die Autoren des Artikels wählten den Gewinn pro Mitarbeiter als Maß für die „Effizienz“, einen Indikator, der formal zu den Produktivitätsindikatoren in der Finanzberichterstattung gehört und nur die Effizienz der Nutzung von Humanressourcen anzeigen kann, nicht die Effizienz der gesamten Geschäftstätigkeit.
3) Das Thema Monopol
Laut den Daten von FINA wurde der höchste Gewinn im Jahr 2015 von der HEP-Gruppe erzielt, die ein Teilmonopol darstellt, was einen gleichwertigen und präzisen Vergleich mit Unternehmen im privaten Sektor unmöglich macht. Es sollte auch angemerkt werden, dass die Aktivitäten von HEP in den letzten Jahren stark von äußerst günstigen hydrometeorologischen Bedingungen geprägt waren, sodass das Gewinnwachstum nicht auf „effiziente“ Geschäftstätigkeiten zurückgeführt werden kann, sondern vielmehr in diesem Ergebnis, das den gesamten öffentlichen Sektor nach oben gezogen hat, auch der Faktor Glück eine wichtige Rolle spielte.
