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VIDEO: ‚Silence‘ Schließt Scorseses inoffizielle religiöse Trilogie solide ab

Martin Scorsese wartete fast dreißig Jahre auf die Gelegenheit, den Roman ‚Silence‘ des japanischen Autors Shusaku Endo zu adaptieren. ‚Silence‘ ist als der letzte Teil seiner inoffiziellen religiösen Trilogie konzipiert, die auch ‚Die letzte Versuchung Christi‘ und ‚Kundun‘ umfasst.

Scorseses Film, wie die besten Werke von Kurosawa und einige frühere Errungenschaften von Bergman, wird von Schlamm, Blut und Wind genährt, die Besetzung ist perfekt ausgeführt, und im Gegensatz zur früheren Adaption des Romans von Mashiro Shionda bleibt er bis zum Ende dem Quellmaterial treu.

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Allerdings gelang es Scorsese nicht, das Wesen des Romans zu durchdringen, das ihn so groß macht, und konnte somit dem Zuschauer nicht all die psychologischen Turbulenzen und metaphysischen Kämpfe präsentieren, die die Protagonisten plagen. Er ist ein Künstler, der seit Beginn seiner Karriere die Last der ‚katholischen Schuld‘ trägt, aber er hat darüber in früheren Werken besser debattiert, die auf den ersten Blick Meilen entfernt von der Quelle jeglicher Spiritualität zu sein scheinen. Solide, aber viel schlechter als der Roman sowie die besten Werke des großen Martin Scorsese.

+ Regie: Martin Scorsese
+ Mit: Andrew Garfield, Adam Driver, Liam Neeson
+ Silence, 2016, 160 Minuten, USA
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Bewertung: 3/5