Für viele mögen Mode und Medizin unvereinbar erscheinen, aber Karolina Graff Gyugecz (32) hat genau das kombiniert. Sie ist Ärztin, aber auch Modedesignerin, die vor fast einem Jahr ihre Modemarke Fashion Machine und ihr Atelier in der Radićeva Straße gegründet hat. Sie veröffentlicht ihre Modeblogs auf fashionablylatebykg.com und betrachtet ihre Liebe zur Mode nicht als ungewöhnlich oder überraschend für eine Ärztin. Kunst hat Karolina schon immer interessiert, und sie betont, dass sie mehr überrascht wäre, wenn Menschen keine anderen Interessen außer der Arbeit hätten. Neben Zagreb verkauft sie ihre Kleidung in Ljubljana, und in diesen Tagen startet sie einen Online-Shop, um ihre Kleidung für Kunden und Fans ihrer Arbeit zugänglicher zu machen.
Mode für Romantiker
Der Start des Blogs und der Marke Fashion Machine verlief parallel und ergänzt sich gegenseitig, und sie kombiniert ihre Marke oft mit anderen Marken. Sie beschreibt ihr Design als Erkundung und Lernen, mit einer stets präsenten Dosis Romantik und Weiblichkeit, da Fashion Machine für alle modernen Romantiker und diejenigen gedacht ist, die sich so fühlen.
– Ich kreiere Kleidung, die ich selbst tragen würde, was sowohl gut als auch schlecht sein kann. Nämlich, anderen könnte gefallen, was ich tragen würde. Als Designerin habe ich noch viel zu lernen, denn schließlich habe ich kein Design studiert und mir ist bewusst, dass mir dieses Wissen fehlt. Ich bin froh, von Menschen umgeben zu sein, die professionelle Designer sind, die bereit sind, auf meine Schwächen hinzuweisen und von denen ich viel lernen kann – betont Karolina. Bisher hat sie hauptsächlich Kleidung für den Alltag entworfen, mit weniger formellen Kleidern, und sie beabsichtigt weiterhin, in diese Richtung zu gehen. In Fashion Machine gibt es noch keine anderen Mitarbeiter außer ihr, da sie es bisher schafft, alles selbst zu erledigen, aber das könnte sich aufgrund des zunehmenden Arbeitsvolumens ändern.
Schaffen im Chaos
Der Anfang war nicht einfach; es erforderte Mut und immense Willenskraft, sich neben ihrem Job in die Modewelt zu wagen. Es dauerte etwa drei Tage, bis sie auf ‚veröffentlichen‘ bei ihrem ersten Blogbeitrag klickte. Danach stellte sie schnell fest, dass nichts Schlimmes passiert war und dass sie diese Veröffentlichung überstanden hatte. Positive Kommentare und Unterstützung kamen herein, sie fand großartige Mitarbeiter, und die Dinge begannen sich von selbst zu entwickeln. Sie betont, dass sie von Grund auf neu angefangen hat.
