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Neuer Schlag von ‚Ransomware‘: Petya-Cyberangriff lähmt Unternehmen und Institutionen in der EU

Ein schwerer Cyberangriff durch einen Virus namens Petya hat am Dienstag Unternehmen und Institutionen in ganz Europa lahmgelegt, berichten globale Nachrichtenagenturen.

Dutzende von Unternehmen in der Ukraine und dem benachbarten Russland sind von dem Angriff betroffen, ähnlich dem, der in den letzten Wochen durch den WannaCry-Virus durchgeführt wurde, der Computer in über 150 Ländern ins Visier nahm.

Der dänische Transport- und Energieriese Maersk gab auf seiner Website bekannt, dass viele seiner IT-Systeme aufgrund des Angriffs ausgefallen sind.

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Ukrainische Banken, Energieunternehmen und sogar der Flughafen Boryspil in Kiew wurden vom Petya-Angriff getroffen, ebenso wie die russischen Staatsölgesellschaften Rosneft und Bashneft.

Wie WannaCry übernimmt der Petya-Virus Computersysteme und fordert ein Lösegeld für deren „Freischaltung“ in der digitalen Währung Bitcoin.

Der ukrainische Premierminister Wolodymyr Hrojsman gab auf seinem Facebook-Profil bekannt, dass dies ein beispielloser Angriff ist. „Unsere IT-Spezialisten leisten ihre Arbeit und schützen die kritische Infrastruktur.“

„Wichtige Systeme sind nicht betroffen. Der Angriff wird zurückgeschlagen und die Angreifer identifiziert“, schrieb Hrojsman.

Der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, Oleksandr Turchynov, erklärte, dass es Anzeichen für eine Beteiligung an den Cyberangriffen gibt, die ukrainische Institutionen getroffen haben.

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Das britische Unternehmen WPP, die größte Werbefirma der Welt, gab am Dienstag bekannt, dass die Computersysteme mehrerer seiner Agenturen von dem Cyberangriff betroffen sind.

Die Schweizer Regierungsbehörde erklärte, dass der Virus hauptsächlich die Ukraine, Russland, England und Indien betroffen hat und dass es derzeit keine Hinweise darauf gibt, dass Schweizer Unternehmen betroffen sind.