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IWF senkt Wachstumsprognosen für die US-Wirtschaft

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognosen für die US-Wirtschaft auf 2,1 Prozent für dieses Jahr und das nächste Jahr gesenkt, aufgrund von Unsicherheiten bezüglich der von dem Weißen Haus umgesetzten Politiken, so die neuesten Prognosen des internationalen Kreditgebers.

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Frühere Prognosen hatten ein Wachstum von 2,3 Prozent im Jahr 2017 und 2,5 Prozent im Jahr 2018 vorausgesagt, wie im neuesten IWF-Bericht angegeben.

Die neue Prognose ist schwächer als die des Weißen Hauses, das ein BIP-Wachstum von drei Prozent anstrebt.

Der IWF warnt, dass Vorschläge der US-Regierung, wie die Reduzierung der Ausgaben für Programme, die einkommensschwache und mittlere Haushalte unterstützen, zu einem noch schwächeren Wachstum führen könnten.

– Konsultationen gemäß Artikel IV haben Unterschiede bezüglich einer Reihe von Maßnahmen offenbart und offene Fragen aufgeworfen, ob die vorgeschlagenen Strategien der US-Administration am besten geeignet sind, um die gewünschten Ziele zu erreichen, glaubt der IWF.

Die US-Wirtschaft erlebt die drittlängste wirtschaftliche Expansion seit 1850. Das Land hat jedoch Schwierigkeiten, sich an die Herausforderungen anzupassen, die sich aus technologischen und demografischen Veränderungen ergeben, so der internationale Kreditgeber.

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Die USA haben Vollbeschäftigung erreicht, was weiteres wirtschaftliches Wachstum kompliziert, so der IWF, der darauf hinweist, dass Armut und Einkommensunterschiede mittlerweile die Nachfrage behindert haben.

Der Kreditgeber erklärt, dass er unter den wirtschaftlichen Stimulusmaßnahmen solche unterstützt, wie Steuerreformen, Maßnahmen im Bereich der Familienpflege und Investitionen in die Infrastruktur. Sie äußern jedoch eine gewisse Vorsicht hinsichtlich bestimmter Maßnahmen, die von der Administration von Präsident Donald Trump befürwortet werden.

Der IWF fordert die USA auf, das bestehende Finanzaufsichtssystem aufrechtzuerhalten, sich zum Freihandel zu bekennen und die neuesten Fortschritte im Bereich der Krankenversicherung aufrechtzuerhalten.

In früheren IWF-Prognosen wurde angenommen, dass die Maßnahmen der Trump-Administration der Wirtschaft einen Schub geben würden, aber diese Annahmen wurden nun verworfen.

– Während regelmäßiger Konsultationen gemäß Artikel IV wurde deutlich, dass zu vielen Details des Plans noch keine Entscheidungen getroffen wurden. Angesichts solcher Unsicherheiten bezüglich der Maßnahmen gelten die makroökonomischen Prognosen des IWF als grundlegende Annahme unveränderter Politiken, wie in den neuesten Prognosen des IWF angegeben.