Chinesische Automobilhersteller könnten bis 2020 49 von 103 neuen Elektrofahrzeugmodellen weltweit produzieren, dank der Bemühungen Pekings, den Übergang von fossilen Brennstoffen zu Batterien zu beschleunigen, so eine am Mittwoch veröffentlichte Prognose.
Die amerikanische Unternehmensberatung AlixPartners hebt ebenfalls hervor, dass die Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen-Batterien in China bis 2021 voraussichtlich fast zwei Drittel der globalen Kapazitäten erreichen werden und dass Peking bereits den Verkauf inländischer Elektrofahrzeugmodelle im größten Automobilmarkt der Welt unterstützt.
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Laut der Analyse von AlixPartners halten chinesische Hersteller bereits einen Marktanteil von 96 Prozent am inländischen Elektrofahrzeugmarkt. Im vergangenen Jahr wurden auf dem chinesischen Markt rund 350.000 Elektrofahrzeuge verkauft, was immer noch weniger als zwei Prozent des Gesamtverkaufs ausmacht.
Bis 2025 werden die Produktionskosten für Batterien von Elektrofahrzeugen voraussichtlich die Kosten für die Herstellung von Kraftstoff für Verbrennungsmotoren erreichen oder sogar gleichkommen, so AlixPartners, und niedrigere Batteriekosten könnten das Interesse der Verbraucher an Elektroautos ankurbeln.
Wichtige Faktoren in den Bemühungen der Hersteller, unentschlossene Kunden zu gewinnen, werden deutlich kürzere Ladezeiten für Batterien sein, erklärte John Hoffecker, globaler Vizepräsident von AlixPartners, in einem Gespräch mit Journalisten auf einer Konferenz in Detroit.
