An den europäischen Börsen fielen am Freitagmorgen die Aktienkurse, da die Anleger befürchten, dass ein starker Euro der exportorientierten Wirtschaft der Eurozone schaden könnte.
Der STOXX 600 Index führender europäischer Aktien fiel um 0,3 Prozent gegen 9:45 Uhr, nachdem er sich gestern leicht erholt hatte. Der Londoner FTSE-Index fiel um 0,25 Prozent auf 7.379 Punkte gegen 9:45 Uhr, während der Frankfurter DAX um 0,15 Prozent auf 12.277 Punkte nachgab und der Pariser CAC um 0,35 Prozent auf 5.097 Punkte fiel.
Vorsicht herrscht an den Märkten, da der Euro-Wechselkurs zum US-Dollar die Schwelle von 1,21 Dollar erreichte, dem höchsten Stand seit Januar 2015. Die Stärkung des Euro kommt den europäischen Exporteuren nicht zugute, da sie die Preiswettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte auf ausländischen Märkten schwächt.
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Der Euro ist seit gestern im Aufwind, als der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, erklärte, dass die Bank voraussichtlich im Herbst, wahrscheinlich im Oktober, über eine Reduzierung der Anreizmaßnahmen entscheiden werde.
Der EZB-Präsident deutete an, dass sich die Wirtschaft der Eurozone stärkt, die Inflation jedoch schwach bleibt. Er erklärte auch, dass die EZB die Schwächung der Inflation aufgrund des starken Euro berücksichtigen müsse.
Er ging jedoch nicht näher auf die Stärkung der europäischen Währung ein, sodass die Anleger, die auf den Euro setzen, aufatmeten, da sie befürchteten, Draghi könnte warnen, dass ein starker Euro der exportorientierten Wirtschaft der Eurozone schadet.
