Die Europäische Kommission zahlte 360.000 € für eine Studie darüber, wie Piraterie die Verkaufszahlen von Musik, Büchern, Videospielen und durch Urheberrecht geschützten Filmen beeinflusst. Die EU teilte den Bericht jedoch nie mit – wahrscheinlich, weil sie keine Beweise fand, dass Piraterie ein großes Problem darstellt, berichtet Gizmodo.
>>> Russen lieben piratierte Inhalte und die meisten denken nicht, dass es illegal ist
Das niederländische Unternehmen Ecory führte über mehrere Monate Forschungen zu den Auswirkungen von Piraterie durch und sandte im Mai 2015 einen 304-seitigen Bericht an die EU. Der Bericht kam zu dem Schluss: „Insgesamt zeigen die Ergebnisse keine signifikanten statistischen Beweise für einen Rückgang der Einnahmen aufgrund von Verstößen gegen das Online-Urheberrecht. Das bedeutet nicht unbedingt, dass Piraterie keine Auswirkungen hat, sondern nur, dass die statistische Analyse nicht mit ausreichender Zuverlässigkeit beweist, dass es einen Effekt gibt.“
>>> Italienisches Gericht: Ein Link zu ‚piratierten Inhalten‘ verstößt nicht gegen das Urheberrecht
Der Bericht zeigte, dass illegale Downloads und Streams tatsächlich die legalen Verkaufszahlen von Videospielen erhöhen können, so der Bericht. Die einzige negative Korrelation bestand bei großen Filmen: „Die Ergebnisse zeigen einen Rückgang der Einnahmen um 40 Prozent.“
