Die Aufträge in der deutschen Industrie stiegen im September erneut, angetrieben von der starken Nachfrage aus der Eurozone, so die am Montag veröffentlichten Daten.
Neue Industrieaufträge sind ein wichtiger Indikator für Trends in der größten europäischen Volkswirtschaft, und im September stiegen sie im Vergleich zum Vormonat um 1,0 Prozent, nach einem Anstieg von 4,1 Prozent im Vormonat, berichtete das Statistische Bundesamt Destatis.
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– In den letzten zwei Monaten haben die Aufträge das Volumen überschritten, das Ende 2007 erreicht wurde, vor dem Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise, hebt Destatis hervor.
Der Anstieg im September ist ausschließlich das Ergebnis eines Anstiegs der Aufträge aus Deutschlands Nachbarländern im Bereich der gemeinsamen europäischen Währung, fügen sie hinzu.
Die Industrieaufträge aus der Eurozone sprangen im Vergleich zum Vormonat um 6,3 Prozent, während die Aufträge aus dem Rest der Welt um 1,0 Prozent zurückgingen. Die Inlandsaufträge waren nahezu stagnierend.
Das Wirtschaftsministerium schätzt, dass das verbesserte Geschäftsklima im verarbeitenden Gewerbe „die Annahme nahelegt, dass das Wachstum der Industrieaufträge anhalten wird.“
