Der Präsident von Živi zid, Ivan Vilibor Sinčić, präsentierte am Mittwoch den Vorschlag für das Gesetz über das Kroatische Radio und Fernsehen, das die Abschaffung der RTV-Gebühr und die Finanzierung des öffentlichen Fernsehens aus dem Staatshaushalt vorsieht.
Auf einer Pressekonferenz im kroatischen Parlament kündigte Ivan Pernar an, dass Živi zid seinen 13. Gesetzesentwurf in das parlamentarische Verfahren einbringt, der revolutionäre Veränderungen für die Bürger bringen wird, da das RTV-Abonnement abgeschafft wird.
– Unser Vorschlag befreit die Bürger nicht nur von der RTV-Gebühr, sondern auch von den damit verbundenen Kosten, nämlich von Vollstreckungsmaßnahmen, erklärte Pernar und betonte, dass HRT jährlich über 100.000 Vollstreckungsmaßnahmen versendet, deren Kosten immer erheblich die Höhe des Abonnements überstiegen.
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Bedeutende Kosten entstehen auch durch die Rechtsdienste und Inkassounternehmen von HRT, und dieser Gesetzesentwurf stoppt das, erklärte Pernar. Laut dem Konzept von Živi zid würde HRT mit 0,7 Prozent der geplanten Haushaltsmittel finanziert, was im Jahr 2018 900 Millionen Kuna betragen würde.
– Mit diesem Gesetz übertragen wir die Finanzierung von HRT von den Bürgern auf den Staat. Auf dem Kapital-Konto der HNB oder den einbehaltenen Gewinnen befinden sich derzeit 17 Milliarden Kuna, und wir schlagen vor, dass die 900 Millionen Kuna, die für die Umsetzung des Gesetzes benötigt werden, vom Kapital-Konto der HNB entnommen werden oder dass das tote Kapital genutzt wird, sagt Pernar.
