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Google und Facebook lauern bei jedem Online-Schritt der Nutzer und absorbieren persönliche Daten

Jeder Fortschritt im Zusammenhang mit der Verbesserung des Schutzes persönlicher Daten ist ohne Regulierung der Plattformen, insbesondere von Google und Facebook, unmöglich, da der Effekt dem Versuch ähnelt, Gewicht zu verlieren, ohne die Ernährung zu ändern, einfach ineffektiv.

Die Auswirkungen dieser beiden Plattformen auf die Privatsphäre können nicht ignoriert werden. Laut CNBC, lauern die versteckten Tracking-Systeme von Google und Facebook auf den meisten Websites, die Nutzer besuchen, und absorbieren somit deren persönliche Daten.

Das Tracking-System von Google ist auf bis zu 76 Prozent der Websites präsent, während Facebook auf 24 Prozent vertreten ist. An dritter Stelle folgt Twitter, das auf 12 Prozent der Websites lauert. Auf diese Weise haben Google und Facebook riesige Mengen an Daten über jede Einzelperson gesammelt, wie persönliche Interessen, Kaufgewohnheiten, Surf- und Sehgewohnheiten, Standortverlauf und viele andere. Sie nutzen solche Daten für invasive zielgerichtete Werbung, die Nutzer im Internet verfolgt.

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Das Werbesystem ist darauf ausgelegt, Hyper-Targeting zu ermöglichen, was viele unerwünschte Folgen mit sich bringt. Dank der Sammlung persönlicher Daten können Google und Facebook Nutzer viel besser hyper-targeten als ihre Wettbewerber.

Der vollständige Verlust der persönlichen Privatsphäre im Internetzeitalter ist nicht unvermeidlich.

Infolgedessen bilden Google und Facebook zusammen ein solides Duopol. Darüber hinaus nutzen sie die gesammelten Daten als Eingabe für zunehmend ausgeklügelte KI-Algorithmen, die die Nutzerdaten in eine sogenannte Filterblase einordnen – ein alternatives digitales Universum, das alles kontrolliert, was Nutzer sehen, basierend darauf, was der Algorithmus als am wahrscheinlichsten zu klicken eingeschätzt hat.

Der Wandel muss von außen kommen

Solche Praktiken verzerren die Realität und schaffen eine Reihe unerwünschter Folgen, wie die zunehmende Polarisierung der Gesellschaft. Versprechen der Selbstregulierung sollten mit Vorsicht betrachtet werden, da langfristige Reformen der Datenschutzbestimmungen den Geschäftsmodellen von Google und Facebook fundamental widersprechen. Der Wandel muss von außen geschehen.

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Es ist notwendig, Gesetze zu erlassen, unter denen die Menschen ihre Daten besitzen und das Recht haben, sich abzumelden. Darüber hinaus ist es wichtig, die Datenkombination zu begrenzen, was sich auf aggressivere Blockaden von Übernahmen bezieht, die die Datenmacht weiter konsolidieren und den Weg für eine größere Markt-Heterogenität in der digitalen Werbung ebnen.

Regulierungsbehörden sollten zunächst eine größere Transparenz der Algorithmen und Datenschutzregeln fordern, damit die Nutzer wirklich verstehen können, in welchem Umfang ihre persönlichen Daten gesammelt, verarbeitet und genutzt werden.

Laut einer Studie ergreifen etwa ein Viertel der erwachsenen Amerikaner bereits erhebliche Maßnahmen, um ihre Privatsphäre zurückzugewinnen und zu schützen. Wenn der Rest der Welt ihrem Beispiel nicht folgt, wird es noch stärkere Hyper-Targeting, mehr algorithmische Voreingenommenheit, weniger Wettbewerb und eine weitere Erosion von collateralen Industrien wie den Medien geben.

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Der vollständige Verlust der persönlichen Privatsphäre im Internetzeitalter ist nicht unvermeidlich. Mit durchdachter Regulierung und mehr Wahlmöglichkeiten für die Verbraucher können sich die Dinge zum Besseren wenden. Dieses Jahr sollte ein Wendepunkt im Bereich des Schutzes persönlicher Daten sein, hauptsächlich dank der Bestimmungen der DSGVO.