Die Eurozone sollte einen ‚Regentagfonds‘ einrichten, um den Mitgliedsländern im Falle eines Rückgangs der wirtschaftlichen Aktivität in der Zukunft zu helfen, sagte Christine Lagarde, die Geschäftsführerin des Internationalen Währungsfonds (IWF), am Montag laut britischen Medienberichten.
In ihrer heutigen Rede in Berlin äußerte Lagarde ihre Zufriedenheit mit dem „langanhaltenden und breit verteilten Aufschwung“ der globalen Wirtschaft.
Sie warnte jedoch vor „anderen starken negativen Trends, die drohen“, und hob den „Anstieg des Populismus und den kurzfristigen Sirenengesang des Protektionismus“ hervor.
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Um die Eurozone auf die nächste Rezession vorzubereiten, sollten ihre Mitglieder eine modernisierte Kapitalmarktunion entwickeln und die Bankenunion verbessern sowie auf eine tiefere fiskalische Integration hinarbeiten, beginnend mit einer zentralen fiskalischen Kapazität, erklärte die IWF-Chefin.
Ein solches fiskalisches Instrument würde Investoren beruhigen, betonte Lagarde.
Ihr Vorschlag zur Einrichtung eines ‚Regentagfonds‘ sieht jährliche Beiträge der Mitgliedsländer vor, um in guten Zeiten Rücklagen zu bilden, die in Rezessionen verwendet werden.
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