Das Unternehmen RWE versorgt derzeit fast 190.000 Haushalte und Unternehmen in Kroatien mit Strom und Gas, sagt Zoran Miliša, CEO von RWE Energija, in einem Interview für die Ausgabe von Lider der 1000 größten, wo er hinzufügt, dass die Marktliberalisierung nicht vollständig Fuß gefasst hat und sie weiterhin gegen zahlreiche Probleme kämpfen.
Vor fünf Jahren öffnete Kroatien den Stromversorgungsmarkt. Welche Vorteile hat die Liberalisierung den Bürgern gebracht?
Die Öffnung des Strommarktes ist ein historisches Ereignis, das den Markt verbessert hat, da die Bürger zum ersten Mal das Recht und die Möglichkeit erhalten haben, ihren Anbieter zu wählen, und das Monopol abgeschafft wurde. Die Auswirkungen der Liberalisierung für Endkunden waren schnell sichtbar, da der Strompreis seit 2013 um bis zu 30 % gesunken ist. Der erste Anbieter, der den Bürgern günstigeren Strom anbot, war RWE, eine Tochtergesellschaft der deutschen Gruppe innogy. Neben Strom hat RWE es den Bürgern ermöglicht, günstigeres Gas zu kaufen. Wir sind der einzige Anbieter, bei dem Kunden beide Energiequellen sowie zahlreiche Produkte und Dienstleistungen zur Reduzierung des Energieverbrauchs, zur Energieeffizienz und zur Sicherheit erwerben können.
Wie viele Bürger haben bisher die Gelegenheit genutzt, ihren Anbieter zu wechseln?
Mehr als 200.000 Kunden haben in den letzten fünf Jahren die Gelegenheit genutzt, durch einen Anbieterwechsel zu sparen. Nur RWE-Kunden haben bisher mehr als 100 Millionen Kuna gespart. Besonders signifikante Einsparungen haben unsere Kunden in Dalmatien erzielt, die im Winter mit Strom heizen und im Sommer aufgrund der Klimaanlage einen hohen Verbrauch haben. Viele Haushalte bleiben jedoch aufgrund von Trägheit, mangelnden Informationen und der offensichtlichen Marktbehinderung durch HEP ODS beim teuersten Universaltarif, wodurch sie die Möglichkeit zur Einsparung verpassen, obwohl der Anbieterwechsel kostenlos und einfach ist.
Wie würden Sie den aktuellen Zustand des Stromversorgungsmarktes charakterisieren? Was sind die größten Herausforderungen, denen Sie nach fünf Jahren auf dem Markt gegenüberstehen?
